Tagesgäste spenden für Bremer Tierheim

500 Euro haben die Gäste der Tagespflege Neustadt für das Tierheim des Bremer Tierschutzvereins e.V. gesammelt. Die Spendenübergabe fand am 4. Juni am Eingang des Tierheims in der Hemmstraße statt. Vier Seniorinnen der Tagespflege waren in Begleitung der Einrichtungsleiterin Daniela Hahlweg und der verantwortlichen Pflegefachkraft, Wilhelmine Stender angereist. Brigitte Wohner-Mäurer, 1. Vorsitzende und Karin Hensmanns, 2. Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins nahmen sichtlich gerührt den symbolischen Scheck und schließlich den Betrag in Empfang. „Jeder Cent kommt den Tieren hier im Tierheim zugute“, versprach Brigitte Wohner-Mäurer den Seniorinnen. Für die Tagesgäste war dies der erste Ausflug seit über einem Jahr über die Grenzen des Stadtteils hinweg. Besonders freuten sich die Damen über Hündin Kessy, die jede freundlich begrüßte und auch auf dem Foto vorbildlich posierte.

„Diese Idee der Spendensammlung stammt von den Tagesgästen“, so Wilhelmine Stender. In der Tagespflege in der Neustadt werden ältere Menschen tagsüber versorgt und verbringen den Tag in Gesellschaft. Am Nachmittag kehren sie in Ihr Zuhause zurück. So wird ihnen ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglicht und pflegende Angehörige werden entlastet.

Während des ersten Lockdowns musste die Tagespflege schließen. Als sie endlich wieder öffnen durfte, gab es strenge Vorgaben. Die Tagesgäste wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe darf seither an zwei, die andere an drei Tagen in die Tagespflege kommen. Um das Risiko der Ansteckung mit dem Virus noch weiter zu minimieren, teilten die Mitarbeiter*innen der Einrichtung den Raum durch einen Klebestreifen auf dem Boden in zwei Bereiche, die streng voneinander getrennt wurden. Dass man jeder negativen Sache auch etwas Gutes abgewinnen kann, bewiesen die kreativen Senior*innen: Bei jeder „Grenzverletzung“ musste ein kleiner Geldbetrag in ein Sparschwein geworfen werden – für einen guten Zweck.

Die Corona-Bestimmungen lockerten sich, doch das Sparschwein blieb und wurde täglich voller. Das nahe gelegene SOS-Kinderdorf wurde am 18. Dezember 2020 mit einem Betrag von 310 Euro bedacht. Doch die Senior*innen hörten nicht auf zu sammeln und über einen neuen Spendenempfänger herrschte schnell Einigkeit: Die Tiere im Tierheim des Bremer Tierschutzvereins sollten als nächstes unterstützt werden. Bei der Spendenübergabe zückten zwei der Seniorinnen spontan noch Geldscheine und ergänzten damit den Spendenbetrag noch einmal um 30 Euro.

„So viel Freigiebigkeit und Großherzigkeit ist vorbildlich“, freut sich Wilhelmine Stender. Sie verrät, dass dies nicht die letzte Aktion gewesen sein soll. Denn das Sparschwein sei schon wieder gefüllt und das nächste Spendenziel schon ausgemacht.

Danke für dein Engagement!

Jens Bonkowski ist in Eile. Viel Zeit kann sich der Bereichsleiter Senioren im Sozialwerk der Freien Christengemeinde in seinem bewegten Arbeitsalltag am Tag vor Himmelfahrt nicht nehmen. Aber er hat sich Zeit freigeschaufelt und fährt nacheinander die Senioren-Einrichtungen ab: die stationären Einrichtungen in Gröpelingen, Oslebshausen und Grambke sowie die Tagespflegen in Vegesack, Grambke, Oslebshausen, Gröpelingen und in der Neustadt.

Der 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Dieser Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.

Schon zum dritten Mal hat sich Jens Bonkowski mit seinem Team für diesen Gedenktag eine Aktion überlegt, mit der sie den Mitarbeitenden, die in den Pflegeeinrichtungen tätig sind, eine Freude machen und ihnen so ihre Wertschätzung ausdrücken können.

In diesem Jahr besteht die wertschätzende Geste aus einer Tomatenpflanze mit einem Saatgut-Tütchen mit Basilikum-Samen – passend zu den Tomaten –, das an einem Holzstab in die Erde gesteckt ist. Die Werkstatt Garten + Kunst hat das kleine Arrangement erstellt. „Dass hier Mitarbeitende aus einem ganz anderen Bereich, dem Bereich der Arbeitsförderung, unterstützt haben, ist symbolisch für die bereichsübergreifende Unterstützung, die unsere Kolleg*innen im letzten Jahr geleistet haben“, so Claudia Pritze, Abteilungsleiterin für die Tagespflegen und das Service Wohnen. „Die Mitarbeitenden der Tagespflegen halfen in den Heimstätten aus, die Fahrer*innen übernahmen Dienste am Empfang. Jede*r half, wo er*sie konnte“, so die Assistentin des Bereichsleiters, und fügt hinzu: „Jede*r hat in der Zeit der Pandemie genug eigene Probleme. Doch unsere Kolleg*innen haben mit großer Nächstenliebe ihren Job erledigt und dafür gesorgt, dass unsere Senioren gut gepflegt leben können.“

Zu dem kleinen Geschenk gibt es eine Grußkarte mit anerkennenden Worten und einen Dank für das große Engagement der Mitarbeitenden, besonders in der herausfordernden Zeit der Pandemie.

„Die Mitarbeitenden sind in Corona-Zeiten über sich hinausgewachsen. Wir möchten ihnen von Herzen danken und mit dieser kleinen Geste die Möglichkeit geben, etwas wachsen zu sehen und die Früchte des Wachstums genießen zu können“, so Jens Bonkowski.

Um allen 320 Mitarbeitenden aus der Pflege, der Hauswirtschaft, den Betreuungs-, Verwaltungs- und Fahrdiensten ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung zu bringen, hat er die kleinen Geschenke vorab in die Einrichtungen liefern lassen und besucht nun die Teams, um auch persönlich als Mitglied der Geschäftsleitung seinen Dank auszusprechen.

Foto oben: Jens Bonkowski, Leiter des Seniorenbereiches im Sozialwerk überreicht der verantwortlichen Pflegefachkraft der Tagespflege Grambke, Elke Jäckel, eine Tomatenpflanze mit Basilikum-Saatgut und einer Karte mit wertschätzenden Worten.

Nachhaltig gut

Der Wasserspender in der Heimstätte am Grambker See ist der erste seiner Art im Sozialwerk. Wenn er sich bewährt, soll es nach Hauswirtschaftsleiterin Birgit Köpke bald überall solche Geräte geben. Sie sollen die Mehrweg-Wasserflaschen ablösen, die im gesamten Sozialwerk für Betreute und Mitarbeitende angeboten werden. „Wir wollten weg vom Plastik“, berichtet Michael Arndt, Hauswirtschaftsleiter der Heimstätte am Grambker See. „Das Bremer Leitungswasser hat eine ausgezeichnete Qualität und wird zudem im Gerät gefiltert.“ Das Gerät steht frei zugänglich in einer der Wohnküchen der stationären Einrichtung für Seniorinnen und Senioren. Gezapft wird direkt in Gläser oder eigens dafür angeschaffte Glasflaschen. Gut geeignet sind Milchflaschen mit einem bzw. einem halben Liter Fassungsvermögen. Die haben einen breiten Flaschenhals, was die tägliche Reinigung erleichtert. Die Seniorinnen und Senioren können sich das gefilterte Leitungswasser direkt am Gerät im Glas entnehmen oder es wird ihnen vom Pflegepersonal in einer Flasche gebracht. Wählen können sie zwischen stillem und leicht gesprudeltem Wasser in Zimmertemperatur oder gekühltem, gesprudeltem Wasser. In den Flaschen kann das Wasser dann auch mit Minze oder Früchten aromatisiert werden. „Wir freuen uns sehr über diese Neuerung“, so Michael Arndt. „Unsere Hauswirtschaftskräfte werden vom Schleppen der Getränkekisten entlastet und wir tun etwas für die Umwelt.“

Michael Arndt freut sich über den neuen Wasserspender in der Heimstätte am Grambker See.

Wir haben geöffnet!

Die Tagespflege für Senioren in Grambke hat geöffnet und nimmt auch in dieser herausfordernden Zeit neue Gäste auf. Einige Rahmenbedingungen haben sich Corona-bedingt geändert, aber das Unterstützungsangebot für Senioren und ihre pflegenden Angehörigen bleibt bestehen.

Die Betreuung wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt derzeit in Halbgruppen angeboten: Eine Gruppe besucht die Tagespflege von Montag bis Dienstag, die zweite Gruppe von Mittwoch bis Freitag. In der Einrichtung werden selbstverständlich alle Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten. Alle Mitarbeiterinnen sind geimpft und freuen sich, dass die Tagespflege bisher komplett von Corona-Erkrankungen verschont wurde. Häufige Testungen von Tagesgästen und Mitarbeitenden schaffen zusätzliche Sicherheit.

Der Nutzen der Tagespflege überwiegt bei Weitem die Risiken. Durch den Besuch der Tagespflege wird der Vereinsamung wird vorgebeugt, die körperliche Hinfälligkeit wird reduziert und die Lebensfreude steigt durch den Kontakt zu anderen Senioren bei gemeinsamen Mahlzeiten und Freizeitgestaltung in Gemeinschaft. Durch den besonderen Schutz, den man älteren Menschen in Corona-Zeiten zukommen lässt, sind viele Senioren zunehmend einsam und fühlen sich isoliert. In der Tagespflege kommen sie in einem geschützten Rahmen aus ihren eigenen vier Wänden heraus, bekommen eine Tagesstruktur und sind in Gesellschaft. Für gute Mahlzeiten und die nötige Pflege ist gesorgt. Auch der Transport von zu Hause zur Tagespflegeeinrichtung und zurück durch die Busse der Tagespflege kann in Anspruch genommen werden.

Angehörige, die zwischen Arbeit, Kinderbetreuung und Versorgung ihrer älter werdenden Eltern oft an ihre Grenzen kommen, werden entlastet.

In der Tagespflege angekommen, erwartet die Gäste ein leckeres Frühstück. Anschließend wird Gymnastik, Denksport oder Kreativarbeit angeboten. Derzeit wird die Frühlings- und Osterdekoration hergestellt und die Räume der Tagespflege werden dekoriert. Die Vorfreude auf das gemeinsame Osterfrühstück steigt. Bei gutem Wetter steht ein gemeinsamer Spaziergang auf dem Programm, anschließend wird gesungen oder gespielt. Nach dem Mittagessen gibt es eine Pause in den bequemen Ruhesesseln der Einrichtung. Nach einem weiteren Angebot in geselliger Runde klingt der gemeinsame Tag bei Kaffee und Kuchen aus. So kann ein älterer Mensch in seinen eigenen vier Wänden wohnen und weiß sich doch tagsüber gut versorgt.

Die Kosten für den Besuch der Tagespflege werden zum größten Teil von der Pflegekasse übernommen. Mit Pflegegrad 2 zum Beispiel, ist der Besuch der Tagespflege an drei Tagen pro Woche ohne zusätzliche Mehrkosten gewährleistet. Lediglich die Kosten für Verpflegung fallen an.

Wer sich das Angebot der Tagespflege einmal näher ansehen möchte, kann kostenlos einen Tag in der Tagespflege verbringen und so das Angebot testen. Ein Schnelltest am Morgen des Probetages bietet für dieses Angebot die nötige Sicherheit für beide Seiten.

Rufen Sie bei Interesse oder bei weiteren Fragen die verantwortliche Pflegefachkraft der Einrichtung, Frau Elke Jäckel, unter der Telefonnummer 0421/64 900-385 an.

Fotowettbewerb

Momentan ist es noch immer nicht abzusehen, wann wir uns wieder persönlich bei einer unserer Veranstaltungen treffen können. Um dir trotzdem eine Freude zu bereiten, haben wir uns überlegt, dass wir einen Fotowettbewerb ausschreiben. Einfach mal den Blick weg vom normalen Alltag, hin zu den schönen Seiten des Lebens lenken oder gerade eben den Blick auf das Hier und Jetzt fokussieren, um das Schöne im Alltag zu finden – zu dieser Herausforderung wollen wir dich einladen. Machst du mit?

In erster Linie wollen wir dich als Mitarbeiter*in für diese Herausforderung gewinnen. Gern kannst du aber auch deineFamilienmitglieder, Freunde oder Bekannten zum Mitmachen animieren. Lasst uns gemeinsam den Fokus auf das Miteinander und auf das Gute, das Gott uns gegeben hat, richten.

Wir haben uns DREI THEMEN herausgesucht, die uns begeistern. Welches spricht dich am meisten an?

Nächstenliebe
Das sind z.B. Nachbarn, die bei den kleinen Dingen des Alltags geholfen haben, Freunde, die uns zur Seite stehen und uns helfen oder der Versuch, bestehende Feindschaften zu überwinden und Frieden zu schließen. Oder da ist ehrenamtliches Engagement für schwache, einsame, kranke oder behinderte Menschen. Es gibt private Aktionen im Freundeskreis und in der Nachbarschaft, Initiativen im Netz oder Engagement in Gemeinden, in der Jugendarbeit oder in Vereinen. Und auch diakonische oder karitative Arbeit bietet viele Fotomotive.

#stayathome
Hier geht es um Fotos, die zeigen, wie ihr persönlich mit der Corona-Krise zu Hause umgeht. Hier geht es um Überraschendes, Alltägliches und Ideen. Welche Menschen, Dinge, Rituale oder Orte sind euch in der letzten Zeit wichtig geworden? Was nervt?

“Mensch – Arbeit – Alter”: Was Pflegende leisten
Sie sind die wahren Helden der Pandemie: die Pflegenden in unseren Heimen und Krankenhäusern. Aber auch die pflegenden Angehörigen und die Senioren selbst, die lange Zeiten der Isolation und Einsamkeit durchleben.

• Fotografiere mit deinem Smartphone!
• Die 3 besten Fotografien pro Thema werden prämiert.
• Mehrere Einsendungen sind möglich.
• Fotos bitte in maximaler Dateigröße einsenden (nicht komprimieren oder „optimieren“)
• Einsendung bis 19.03.2021, 12 Uhr per Mail an e.rafflervanrijn@sozialwerk-bremen.de
• Im Text bitte folgende Angaben nennen:
Name, Alter (freiwillig), Thema (Kategorie) und E-Mail-Adresse.
Mit deiner Bewerbung versicherst du, dass alle abgebildeten Personen mit einer Veröffentlichung der Bilder einverstanden sind. Bei minderjährigen Abgebildeten muss das Einverständnis der Eltern vorliegen. Die unterschriebenen Formulare für  Einverständnis- und Datenschutzerklärung müssen uns erst bei der Veröffentlichung der Gewinnerfotos vorliegen. 
• Die eingesandten Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Wettbewerbs gespeichert und nach Zweckerreichung wieder gelöscht. Eine Übermittlung an Dritte und eine eigene werbliche Nutzung der Daten erfolgt nicht.
• Das Urheberrecht der Bilder bleibt bei dir.
• Bilder werden strikt in Verbindung mit den Auszeichnungen verwendet und werden auf der Website www.sozialwerk-bremen.de im Blog ausgestellt. Bilder werden nicht weiterverkauft oder durch Dritte verwendet. Sollte es eine Anfrage geben, so leiten wir diese per E-Mail an dich weiter.

Preise:
1. Platz: Geschenkpaket der Arbis-Bäckerei im Wert von 30 Euro
2. Platz: Kuchen-Gutschein der ArBiS-Bäckerei im Wert von 20 Euro
3. Platz: Schokoladen/Keks-Gutschein der ArBiS-Bäckerei im Wert von 10 Euro

Nähere Infos zum Datenschutz sowie Einverständniserklärungen für Erwachsene und Minderjährige findest du unter
https://sozialwerk-bremen.de/termine/

Kinder malen und basteln für Senioren

Kleine Lichtblicke in einer dunklen Zeit – die brauchen besonders die Senioren in den Einrichtungen. Das hat sich Eliza Raffler van Rijn gedacht, die im Veranstaltungsmanagement der Öffentlichkeitsarbeit des Sozialwerks arbeitet. Viele Veranstaltungen wurden in diesem Jahr abgesagt. Und so kam sie auf die Idee, Kinder für eine kreative Aktion zu begeistern. Mit Erfolg: Mehr als 300 gebastelte, gemalte, geschriebene und gestempelte Kunstwerke entstanden durch Kinderhände – aus Schulklassen, Kindergruppen und privaten Haushalten. Einen besonders großen Anteil daran hatten die Kindergruppen der hoop Kirche, die über 160 gestempelte Baumkarten herstellten. Überreicht wurden die Karten, Briefe, Fensterbilder und gemalten Kunstwerke überwiegend durch die Initiatorin, da die Corona-Schutzmaßnahmen ein Zusammentreffen von Schenkenden und Beschenkten erschwerten. Nur in der Heimstätte Ohlenhof kamen die Kinder aus der dritten Jahrgangsstufe der Grundschule in der Humannstraße vorbei und überreichten ihre Grüße selbst. Einige der liebenswerten Briefe wurden sogar von den Senior*innen beantwortet.

Herr Bernd Wolff, Frau Gabriele Gaßner und Frau Gisela Rosiejka aus der Heimstätte Grambke freuen sich über die selbstgebastelten Grußkarten.