Fotokunst in der Heimstätte am Oslebshauser Park

Mehr als ein Jahr überließ die Bremer Künstlerin Tatjana Kümmel ihre Fotografien der Heimstätte am Oslebshauser Park. Die letzte Ausstellung im Rahmen der Reihe „Kunst im Treppenhaus“ fand bei Mitarbeitenden und Bewohner*innen so großen Anklang, dass elf Bilder der Fotokünstlerin in den Besitz der Heimstätte wechselten: „Die Bilder haben uns durch schwere Zeiten begleitet, uns beruhigt und die Stimmung während der schweren Corona-Zeit erhellt“, so Einrichtungsleiter Michael Strauch. So werden auch in Zukunft die aussagekräftigen Fotografien den Eingangsbereich der stationären Pflege-Einrichtung für Senior*innen prägen.

Tagesgäste spenden für Bremer Tierheim

500 Euro haben die Gäste der Tagespflege Neustadt für das Tierheim des Bremer Tierschutzvereins e.V. gesammelt. Die Spendenübergabe fand am 4. Juni am Eingang des Tierheims in der Hemmstraße statt. Vier Seniorinnen der Tagespflege waren in Begleitung der Einrichtungsleiterin Daniela Hahlweg und der verantwortlichen Pflegefachkraft, Wilhelmine Stender angereist. Brigitte Wohner-Mäurer, 1. Vorsitzende und Karin Hensmanns, 2. Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins nahmen sichtlich gerührt den symbolischen Scheck und schließlich den Betrag in Empfang. „Jeder Cent kommt den Tieren hier im Tierheim zugute“, versprach Brigitte Wohner-Mäurer den Seniorinnen. Für die Tagesgäste war dies der erste Ausflug seit über einem Jahr über die Grenzen des Stadtteils hinweg. Besonders freuten sich die Damen über Hündin Kessy, die jede freundlich begrüßte und auch auf dem Foto vorbildlich posierte.

„Diese Idee der Spendensammlung stammt von den Tagesgästen“, so Wilhelmine Stender. In der Tagespflege in der Neustadt werden ältere Menschen tagsüber versorgt und verbringen den Tag in Gesellschaft. Am Nachmittag kehren sie in Ihr Zuhause zurück. So wird ihnen ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglicht und pflegende Angehörige werden entlastet.

Während des ersten Lockdowns musste die Tagespflege schließen. Als sie endlich wieder öffnen durfte, gab es strenge Vorgaben. Die Tagesgäste wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe darf seither an zwei, die andere an drei Tagen in die Tagespflege kommen. Um das Risiko der Ansteckung mit dem Virus noch weiter zu minimieren, teilten die Mitarbeiter*innen der Einrichtung den Raum durch einen Klebestreifen auf dem Boden in zwei Bereiche, die streng voneinander getrennt wurden. Dass man jeder negativen Sache auch etwas Gutes abgewinnen kann, bewiesen die kreativen Senior*innen: Bei jeder „Grenzverletzung“ musste ein kleiner Geldbetrag in ein Sparschwein geworfen werden – für einen guten Zweck.

Die Corona-Bestimmungen lockerten sich, doch das Sparschwein blieb und wurde täglich voller. Das nahe gelegene SOS-Kinderdorf wurde am 18. Dezember 2020 mit einem Betrag von 310 Euro bedacht. Doch die Senior*innen hörten nicht auf zu sammeln und über einen neuen Spendenempfänger herrschte schnell Einigkeit: Die Tiere im Tierheim des Bremer Tierschutzvereins sollten als nächstes unterstützt werden. Bei der Spendenübergabe zückten zwei der Seniorinnen spontan noch Geldscheine und ergänzten damit den Spendenbetrag noch einmal um 30 Euro.

„So viel Freigiebigkeit und Großherzigkeit ist vorbildlich“, freut sich Wilhelmine Stender. Sie verrät, dass dies nicht die letzte Aktion gewesen sein soll. Denn das Sparschwein sei schon wieder gefüllt und das nächste Spendenziel schon ausgemacht.

Danke für dein Engagement!

Jens Bonkowski ist in Eile. Viel Zeit kann sich der Bereichsleiter Senioren im Sozialwerk der Freien Christengemeinde in seinem bewegten Arbeitsalltag am Tag vor Himmelfahrt nicht nehmen. Aber er hat sich Zeit freigeschaufelt und fährt nacheinander die Senioren-Einrichtungen ab: die stationären Einrichtungen in Gröpelingen, Oslebshausen und Grambke sowie die Tagespflegen in Vegesack, Grambke, Oslebshausen, Gröpelingen und in der Neustadt.

Der 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Dieser Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.

Schon zum dritten Mal hat sich Jens Bonkowski mit seinem Team für diesen Gedenktag eine Aktion überlegt, mit der sie den Mitarbeitenden, die in den Pflegeeinrichtungen tätig sind, eine Freude machen und ihnen so ihre Wertschätzung ausdrücken können.

In diesem Jahr besteht die wertschätzende Geste aus einer Tomatenpflanze mit einem Saatgut-Tütchen mit Basilikum-Samen – passend zu den Tomaten –, das an einem Holzstab in die Erde gesteckt ist. Die Werkstatt Garten + Kunst hat das kleine Arrangement erstellt. „Dass hier Mitarbeitende aus einem ganz anderen Bereich, dem Bereich der Arbeitsförderung, unterstützt haben, ist symbolisch für die bereichsübergreifende Unterstützung, die unsere Kolleg*innen im letzten Jahr geleistet haben“, so Claudia Pritze, Abteilungsleiterin für die Tagespflegen und das Service Wohnen. „Die Mitarbeitenden der Tagespflegen halfen in den Heimstätten aus, die Fahrer*innen übernahmen Dienste am Empfang. Jede*r half, wo er*sie konnte“, so die Assistentin des Bereichsleiters, und fügt hinzu: „Jede*r hat in der Zeit der Pandemie genug eigene Probleme. Doch unsere Kolleg*innen haben mit großer Nächstenliebe ihren Job erledigt und dafür gesorgt, dass unsere Senioren gut gepflegt leben können.“

Zu dem kleinen Geschenk gibt es eine Grußkarte mit anerkennenden Worten und einen Dank für das große Engagement der Mitarbeitenden, besonders in der herausfordernden Zeit der Pandemie.

„Die Mitarbeitenden sind in Corona-Zeiten über sich hinausgewachsen. Wir möchten ihnen von Herzen danken und mit dieser kleinen Geste die Möglichkeit geben, etwas wachsen zu sehen und die Früchte des Wachstums genießen zu können“, so Jens Bonkowski.

Um allen 320 Mitarbeitenden aus der Pflege, der Hauswirtschaft, den Betreuungs-, Verwaltungs- und Fahrdiensten ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung zu bringen, hat er die kleinen Geschenke vorab in die Einrichtungen liefern lassen und besucht nun die Teams, um auch persönlich als Mitglied der Geschäftsleitung seinen Dank auszusprechen.

Foto oben: Jens Bonkowski, Leiter des Seniorenbereiches im Sozialwerk überreicht der verantwortlichen Pflegefachkraft der Tagespflege Grambke, Elke Jäckel, eine Tomatenpflanze mit Basilikum-Saatgut und einer Karte mit wertschätzenden Worten.

Schrittweise zur Nachhaltigkeit

Wir geben es unseren Kindern zum Spielen, verpacken unsere Lebensmittel darin und trinken sogar daraus: Plastik. Ein Produkt, das uns tagtäglich in allen möglichen Formen und Farben begegnet.  Dass es aber weder gut für die Umwelt noch für den eigenen Körper ist, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Und dass ein nachhaltiger und bewusster Umgang damit wichtig ist für die Zukunft unseres Planeten, ebenfalls nicht. Doch wie kann man den Plastikverbrauch im Alltag reduzieren und womit kann ich anfangen?

Diese Fragen haben wir uns auch in der Wochengruppe Zwergensee gestellt. Schnell kamen wir zu dem Entschluss, dass wir auf die Nutzung von PET-Wasserflaschen, die unsere Kinder täglich mit zur Schule nehmen, verzichten möchten. Auf der Suche nach einer plastikfreien und nachhaltigen Alternative, die sich leicht reinigen lässt, stießen wir auf die Flaschen der Firma „dringo“.

Die Isolierflaschen dieser Firma bestehen aus Edelstahl und sind nicht nur frei von der BPA-Chemikalie, sie bieten zudem auch die Möglichkeit, die Flaschen auf verschiedenste Weisen zu befüllen. Neben gewöhnlichem Leitungswasser lassen sich daraus auch Getränke wie Sprudelwasser, Softdrinks oder Tee genießen. Zudem kommen die Flaschen in drei verschiedenen Farben und einem ansprechenden Design daher. Dank „dringo“ haben die Kinder nun ihre eigene, persönliche Flasche und wir Mitarbeiter*innen ersparen uns so das unnötige Schleppen beim Einkauf. Indem wir versuchen, Schritt für Schritt auf Plastik zu verzichten und dies auch in unseren Alltag einzubinden, vermitteln wir auch unseren Kindern einen bewussten Umgang damit. Die Getränkeflaschen von „dringo“ sollen ein erster Schritt in eine nachhaltige Zukunft sein, welchen wir gemeinsam mit unseren Kindern gehen möchten. Denn Kinder sind unsere Zukunft – und diese Zukunft wollen wir gemeinsam mit ihnen Stück für Stück nachhaltig gestalten.

Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei Herrn Sebastian Glenschek bedanken, der uns die Flaschen zu einem vergünstigten Preis zur Verfügung gestellt hat!

Aline Stuch

Das wirkt, oder?

Bewirkt das, was wir tun, eigentlich was? Was machen wir richtig und was können wir besser machen? Diese naheliegenden und doch selten gestellten Fragen beschäftigten im Jahr 2018 Beate Rettig und ihre Kollegin Gesa Gernert. Die beiden Kolleginnen sind in den Suchteinrichtungen des Sozialwerks tätig und begleiten die Entwicklung der Bewohner*innen, die unter chronischen Abhängigkeiten leiden. Es gibt viele Angebote für diese Menschen und feste Strukturen haben sich etabliert. Doch sind diese alle sinnvoll und zielführend? Gemeinsam erarbeiteten die Einrichtungsleiterin und die Psychologin einen Fragenkatalog, der allen Bewohner*innen vorgelegt wurde. Im gemeinsamen Gespräch wurden die Antworten protokolliert und anschließend verarbeitet. „Das war eine Menge Arbeit“, so Beate Rettig, „und wäre ohne meine Kollegin Gesa nicht möglich gewesen, die sich auch ehrenamtlich sehr in dieser Sache engagiert hat.“ Die beiden Frauen bekamen außerdem wertvolle Unterstützung vom Leiter der IT-Abteilung, Patrick Kötteritzsch. Er gab hilfreiche Tipps bei der Erstellung und Auswertung von Excel-Tabellen zur Erfassung der Umfrageergebnisse. In einem 16-seitigen Bericht wurden die Ergebnisse zusammengetragen und für die Nutzer*innen der Einrichtungen in anschaulichen Diagrammen als Poster dargestellt. Die Resultate der Befragung waren für die Nutzer*innen, aber auch besonders für die Anbieter*innen der Angebote hoch interessant. Viele Angebote erwiesen sich als hilfreich und hoch effektiv. Andere wurden als wenig effektiv entlarvt. „Nun wissen wir, woran wir arbeiten müssen“, so Beate Rettig. „Wir sind den Bewohner*innen so dankbar für ihre Kooperationsbereitschaft. Denn sie sind die Experten. Sie wissen, was ihnen guttut und was überflüssig ist, wovon es mehr geben sollte und wovon weniger.“ Den Impuls für eine Evaluation hatte Beate Rettig durch den leitenden Oberarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin, Dr. Dominik Dabbert, bekommen.

Die Befragung war freiwillig. Jedoch haben sich alle Bewohner*innen der besonderen Wohnformen, Haus Abraham und Haus Noah, beteiligt. Für alle gab es die gleichen Rahmenbedingungen. Das Interview fand in einem öffentlichen Raum statt und wurde durch Beate Rettig durchgeführt, die sich in der Thematik von Suchterkrankungen gut auskennt und doch mehr Abstand zu den Bewohner*innen hat als eine Betreuungsperson.

Es gab 30 Fragen. Für viele Fragen gab es vier Antwortmöglichkeiten: äußerst hilfreich, etwas hilfreich, eher überflüssig, völlig überflüssig. Eine neutrale, mittlere Antwortmöglichkeit wurde bewusst vermieden. Fragen waren z.B. „Eine feste Tagesstruktur ist für mich…“ oder „Eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, ist für mich…“ Darüber hinaus gab es Ja/Nein-Fragen, wie z.B. „Auch, wenn ich trocken lebe, bin ich immer rückfallgefährdet.“ oder „Ich bin freiwillig in dieser Einrichtung.“

Nach der Auswertung wurde aus Mitarbeitenden und Nutzer*innen eine Konzeptgruppe gebildet. Diese Gruppe hatte die Aufgabe, ein Konzept für Änderungen zu entwickeln, um das Angebot zu optimieren. Die Änderungen wurden dann umgesetzt und nach zwei bis drei Monaten erneut kontrolliert. Als erste Früchte dieser Konzeptgruppe gibt es nun z.B. eine neu gestaltete Geburtstagsfeier in den beiden Einrichtungen: Pro Quartal gibt es eine Trocken-Geburtstagsfeier mit „Tortenschlacht“. Da wird dann so richtig gefeiert, dass Bewohner*innen ein oder mehrere Jahre trocken leben, was für die meisten gleichbedeutend mit einem Geburtstag ist, da sie ohne Abstinenz wohl nicht mehr am Leben wären. Im Bereich der Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Gedankengänge arbeitet die Gruppe an weiteren Veränderungen für die Bewohner*innen in Haus Noah.

Die letzten Skeptiker dieser Aktion sind überzeugt: Evaluation ist ein großartiges und hilfreiches Instrument, um tiefere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, was wirklich wirkt. „Ein bisschen Mut gehört allerdings schon dazu, sich hinterfragen und kritisieren zu lassen“, weiß Beate Rettig zu berichten. „Letztendlich können wir aber nur besser werden.“ Sie möchte dieses hoch wirksame Instrument weiter nutzen, um die Arbeit im Sozialwerk zu verbessern und die Evaluation 2018/2019 mit einigen Verbesserungen nach einigen Jahren wiederholen.

 

Gute Nachbarschaft

Die Privatschule Mentor ist eine echte Bildungsalternative in Bremen. Die Schule in freier Trägerschaft ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, auf ihr Angebot aufmerksam zu machen, damit noch viele Schülerinnen und Schüler davon profitieren können.

Auf die Anfrage an Herrn Heinz Benthe, Inhaber des AUTOPARK Bremen-West GmbH, ob die Schule ein Werbebanner am Zaun des Geländes anbringen dürfe, reagierte er sofort positiv und wollte gerne helfen. Auch in der Vergangenheit hat das Autohaus an der Ecke Gröpelinger Heerstraße/Schwarzer Weg die Schule oft unterstützt.

Im Handumdrehen wurde der Zaun vermessen, das Banner in Auftrag gegeben und direkt am Zaun angebracht. Die Privatschule Mentor sagt DANKE für die Unterstützung und freut sich über die gute Nachbarschaft.

Und hier hängt das Banner, direkt an der Gröpelinger Heerstraße 325, an der Ecke zum Schwarzen Weg.

Nachhaltig gut

Der Wasserspender in der Heimstätte am Grambker See ist der erste seiner Art im Sozialwerk. Wenn er sich bewährt, soll es nach Hauswirtschaftsleiterin Birgit Köpke bald überall solche Geräte geben. Sie sollen die Mehrweg-Wasserflaschen ablösen, die im gesamten Sozialwerk für Betreute und Mitarbeitende angeboten werden. „Wir wollten weg vom Plastik“, berichtet Michael Arndt, Hauswirtschaftsleiter der Heimstätte am Grambker See. „Das Bremer Leitungswasser hat eine ausgezeichnete Qualität und wird zudem im Gerät gefiltert.“ Das Gerät steht frei zugänglich in einer der Wohnküchen der stationären Einrichtung für Seniorinnen und Senioren. Gezapft wird direkt in Gläser oder eigens dafür angeschaffte Glasflaschen. Gut geeignet sind Milchflaschen mit einem bzw. einem halben Liter Fassungsvermögen. Die haben einen breiten Flaschenhals, was die tägliche Reinigung erleichtert. Die Seniorinnen und Senioren können sich das gefilterte Leitungswasser direkt am Gerät im Glas entnehmen oder es wird ihnen vom Pflegepersonal in einer Flasche gebracht. Wählen können sie zwischen stillem und leicht gesprudeltem Wasser in Zimmertemperatur oder gekühltem, gesprudeltem Wasser. In den Flaschen kann das Wasser dann auch mit Minze oder Früchten aromatisiert werden. „Wir freuen uns sehr über diese Neuerung“, so Michael Arndt. „Unsere Hauswirtschaftskräfte werden vom Schleppen der Getränkekisten entlastet und wir tun etwas für die Umwelt.“

Michael Arndt freut sich über den neuen Wasserspender in der Heimstätte am Grambker See.

Wir haben geöffnet!

Die Tagespflege für Senioren in Grambke hat geöffnet und nimmt auch in dieser herausfordernden Zeit neue Gäste auf. Einige Rahmenbedingungen haben sich Corona-bedingt geändert, aber das Unterstützungsangebot für Senioren und ihre pflegenden Angehörigen bleibt bestehen.

Die Betreuung wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt derzeit in Halbgruppen angeboten: Eine Gruppe besucht die Tagespflege von Montag bis Dienstag, die zweite Gruppe von Mittwoch bis Freitag. In der Einrichtung werden selbstverständlich alle Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten. Alle Mitarbeiterinnen sind geimpft und freuen sich, dass die Tagespflege bisher komplett von Corona-Erkrankungen verschont wurde. Häufige Testungen von Tagesgästen und Mitarbeitenden schaffen zusätzliche Sicherheit.

Der Nutzen der Tagespflege überwiegt bei Weitem die Risiken. Durch den Besuch der Tagespflege wird der Vereinsamung wird vorgebeugt, die körperliche Hinfälligkeit wird reduziert und die Lebensfreude steigt durch den Kontakt zu anderen Senioren bei gemeinsamen Mahlzeiten und Freizeitgestaltung in Gemeinschaft. Durch den besonderen Schutz, den man älteren Menschen in Corona-Zeiten zukommen lässt, sind viele Senioren zunehmend einsam und fühlen sich isoliert. In der Tagespflege kommen sie in einem geschützten Rahmen aus ihren eigenen vier Wänden heraus, bekommen eine Tagesstruktur und sind in Gesellschaft. Für gute Mahlzeiten und die nötige Pflege ist gesorgt. Auch der Transport von zu Hause zur Tagespflegeeinrichtung und zurück durch die Busse der Tagespflege kann in Anspruch genommen werden.

Angehörige, die zwischen Arbeit, Kinderbetreuung und Versorgung ihrer älter werdenden Eltern oft an ihre Grenzen kommen, werden entlastet.

In der Tagespflege angekommen, erwartet die Gäste ein leckeres Frühstück. Anschließend wird Gymnastik, Denksport oder Kreativarbeit angeboten. Derzeit wird die Frühlings- und Osterdekoration hergestellt und die Räume der Tagespflege werden dekoriert. Die Vorfreude auf das gemeinsame Osterfrühstück steigt. Bei gutem Wetter steht ein gemeinsamer Spaziergang auf dem Programm, anschließend wird gesungen oder gespielt. Nach dem Mittagessen gibt es eine Pause in den bequemen Ruhesesseln der Einrichtung. Nach einem weiteren Angebot in geselliger Runde klingt der gemeinsame Tag bei Kaffee und Kuchen aus. So kann ein älterer Mensch in seinen eigenen vier Wänden wohnen und weiß sich doch tagsüber gut versorgt.

Die Kosten für den Besuch der Tagespflege werden zum größten Teil von der Pflegekasse übernommen. Mit Pflegegrad 2 zum Beispiel, ist der Besuch der Tagespflege an drei Tagen pro Woche ohne zusätzliche Mehrkosten gewährleistet. Lediglich die Kosten für Verpflegung fallen an.

Wer sich das Angebot der Tagespflege einmal näher ansehen möchte, kann kostenlos einen Tag in der Tagespflege verbringen und so das Angebot testen. Ein Schnelltest am Morgen des Probetages bietet für dieses Angebot die nötige Sicherheit für beide Seiten.

Rufen Sie bei Interesse oder bei weiteren Fragen die verantwortliche Pflegefachkraft der Einrichtung, Frau Elke Jäckel, unter der Telefonnummer 0421/64 900-385 an.

Missionar! In der Neustadt?

Ein Mann mit beigefarbenem Overall und Tropenhelm bahnt sich mit seiner Machete einen Weg durch den Regenwald. Unter seinem Arm trägt er eine Bibel, mit der er die eingeborenen Menschen missionieren will. Stellen Sie sich so einen Missionar vor? Weit gefehlt. Piet Apel lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Bremen, studiert berufsbegleitend Gesundheits- und Sozialmanagement und arbeitet seit fast zehn Jahren im FamilienZeitRaum in der Neustadt. Was genau das ist und wie sich diese Anlaufstelle für Menschen jeden Alters und jeder Nationalität entwickelt hat, lesen Sie am Ende des Beitrages. Ich habe Piet gefragt, was ein Missionar eigentlich ist und wie das zusammenpasst – Mission und FamilienZeitRaum. Und auch, wie er dazu gekommen ist, ein Missionar in Bremen werden zu wollen.

Piet, was ist eigentlich ein Missionar?

Das Wort Missionar kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Gesandter“. Als christliche Missionare sehen wir uns von Gott in eine Aufgabe gesandt. Einerseits, um Menschen den Glauben an Jesus Christus nahezubringen, und andererseits, um ganz praktisch den Menschen zu dienen. Das kann ein Arzt in Afrika in einem Krankenhaus tun, aber eben auch ein Mitarbeiter in einem Projekt des Sozialwerks in Bremen.

Ist so ein Missionar komplett auf sich allein gestellt?

Nein, Gott sei Dank nicht. Wir sind eingebunden in ein Netzwerk – das Christliche Netzwerk Neustadt, das uns trägt. Dies war eine Vision von Dr. Matthias Bonkowski. „Reich Gottes bauen durch ein Zusammenwirken von Gemeinde und Diakonie in der Gesellschaft“ war sein Anliegen und wurde Anfang 2018 in der Neustadt als Modellprojekt der Träger Nordlicht – Christliche Kitas e.V., dem Sozialwerk und der Ecclesia Bremen begonnen. Die freikirchliche Gemeinde Ecclesia Bremen unterstützt uns mit Gebet und finanziell. Hier zeigt sich auch wie gut ein solches Netzwerk funktioniert: Mittlerweile sind alle aus dem Team des FamilienZeitRaums auch in der Ecclesia Gemeinde aktiv.

Die Vereinigte Deutsche Missionshilfe in Bassum, unsere Missionsgesellschaft, unterstützt Missionare in der Vorbereitung auf ihre Aufgabe, in der Verwaltung der Spendengelder und durch Beratung, Reflexion, Mediation und andere Hilfen. Sie ist Ansprechpartner und Berater für die Gemeinden, die die Missionare in ihrem Dienst unterstützen. Darüber hinaus, sind Missionsgesellschaften Partner für die Organisationen am Einsatzort, in diesem Fall das Sozialwerk, das ebenfalls Teil dieses Netzwerks ist.

Eine Missionsgesellschaft bezahlt jedoch nicht das Gehalt des jeweiligen Missionars wie ein klassischer Arbeitgeber, sondern verwaltet die Spendengelder, aus denen dann mein Gehalt bezahlt wird.

Du musst also jeden Monat hoffen, dass du Spenden bekommst?

Im Grunde genommen schon, aber ich bin dabei einen sogenannten Freundes- bzw. Unterstützerkreis aufzubauen. Der ist quasi der Arbeitgeber, denn dieser bezahlt das gesamte Gehalt inklusive aller Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung, den Steuern, etc. In der Regel setzt sich der Freundeskreis aus ganz vielen Menschen zusammen, die gut finden, was der Missionar an Aufgaben und Einsatzgebiet hat und sich vorgenommen haben, den Missionar mit regelmäßigen monatlichen Spenden in seiner Tätigkeit zu unterstützen. Denn jeder Missionar lebt allein von Spenden, die für ihn bei der Missionsgesellschaft eingehen.

Was sind deine Aufgaben im FamilienZeitRaum?

Zunächst war ich „nur“ an der Umsetzung eines Konzepts beteiligt. Dass ich gut mit Menschen umgehen kann und flexibel und kreativ Lösungen für Probleme finde, wusste ich bereits aus meiner Arbeit als Fitnesstrainer. Doch darüber hinaus habe ich festgestellt, dass ich in der Lage bin, den Gesamtüberblick in einem solchen Projekt zu behalten und viele administrative Dinge im Hintergrund zu tun. Im Laufe der Weiterentwicklung des Projekts habe ich mich in das Thema Fundraising eingearbeitet und angefangen, Förderrichtlinien zu studieren und passgenaue Konzepte zu entwickeln. Parallel zu meiner Arbeit im FamilienZeitRaum absolviere ich ein Fernstudium zum Gesundheits- und Sozialmanager B.A., und auch den Arbeitsbereich der Sozialberatung habe ich für mich entdeckt.

Wie bist du denn auf die Idee gekommen, Missionar zu werden?

Das ist eine witzige Geschichte. Als wir im Oktober 2019 das Ende der Finanzierung unseres Projekts MultiKultiKochen immer näherkommen sahen, habe ich während einer Autofahrt die Zeit genutzt und Gott darum gebeten, dass er uns doch bitte endlich seinen nächsten Schritt für den FamilienZeitRaum zeigt. Ich wollte eine Antwort, wo ich die nächste Finanzierungsmöglichkeit für das Projekt finde. Ich stand an einer Ampel und „hörte“ plötzlich in meinen Gedanken den Satz: „Lieber Piet, schau dir doch mal die Missionare an, sie wissen nicht, wo im nächsten Monat das Geld herkommt, doch sie vertrauen mir und ich versorge sie…“ WOW – meine Reaktion war ganz einfach und genauso menschlich: „Ok Gott, das habe ich jetzt gerade gehört – aber das kannst du total vergessen!“ Ihr müsst wissen, meine Frau war zu der Zeit gerade im Antragsverfahren für die Rente wegen voller Erwerbsminderung, weil sie aufgrund einer Herzerkrankung nicht mehr arbeiten kann. Und in so einer eh schon unsicheren Situation sollte ich dann meiner Frau sagen, „Ach übrigens, Schatz, Gott hat mir gesagt, ich soll Missionar werden und wir werden dann nur noch von Spenden leben.“ Das konnte ich nicht. Rund zwei Monate lang habe ich Gott ständig gefragt „Gott, was hast du denn nun wirklich für uns im Sinn?“ Anfang Dezember war ich dann so weit. Ich sagte zu Gott: „Ok, wenn das dein Weg für uns ist, dann bin ich dabei – unter der Bedingung, dass du meine Frau mit ins Boot holst.“ Und das hat er getan.

Wie könnte ich dich oder die Arbeit des FamilienZeitRaums unterstützen?

Wer uns als Familie finanziell unterstützen möchte, kann dies über eine Einzelspende oder Dauerspende an die Vereinigte Deutsche Missionshilfe mit dem Verwendungszweck „Familie Apel AC537000“ tun:

VDM e.V.
IBAN DE53 3506 0190 1011 8300 10
BIC GENODED1DKD

Für eine regelmäßige finanzielle Unterstützung ist es wichtig, sich unter folgendem Link im Internet zu registrieren:

https://www.vdm.org/in-verbindung-bleiben/AC537000

Unter dem Link kann man sich aber auch als dazu verpflichten, für uns zu beten, ohne finanzielle Verpflichtungen einzugehen.

Das Projekt FamilienZeitRaum wird vom Sozialwerk verantwortet und ist ebenfalls auf Spenden angewiesen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende an das Sozialwerk mit dem Verwendungszweck „FamilienZeitRaum“ tun:

Sozialwerk der Freien Christengemeinde

IBAN: DE24 2512 0510 0007 4013 00

BIC: BFSWDE33HAN

Der FamilienZeitRaum

Seit November 2012 gibt es den FamilienZeitRaum in der Bremer Neustadt. Hier wird das Motto des Sozialwerks – „Wir helfen Menschen“ – ganz praktisch umgesetzt. Durch die Vielfalt der Angebote gehen dort ganz unterschiedliche Menschen ein und aus. Vom Kleinkind, über die Eltern bis hin zu Senioren, und zunehmend auch Menschen aus verschiedensten Kulturen.

Zu Beginn lag der Schwerpunkt der Arbeit auf pädagogischen Angeboten für junge Eltern sowie alleinerziehende Elternteile. Relativ schnell kamen Familienfreizeitangebote wie Familienfrühstück und ein Indoorspielplatz für Kinder von 0-3 Jahren hinzu. Eine pädagogische Sprechstunde sowie Eltercoachingkurs ergänzten das Angebot.

2017 wurde das Projekt „MultiKultiKochen“ ins Leben gerufen – ein Angebot für geflüchtete Menschen. Es wurde gemeinsam eingekauft, geschnibbelt, gekocht und gemeinsam gegessen. Selbst gebackener Kuchen wurde an den Cafénachmittagen des FamilienZeitRaums ausgegeben. Ein Sprachcafé, das Angebot einer Sozialberatung und besondere Gemeinschaftsaktionen ergänzten das Angebot.

Als der erste Corona Lockdown im März 2020 plötzlich zur Schließung führte, griff die „Corona Soforthilfe – Lebensmittelversorgung“ der „Aktion Mensch“. Seit Mitte Mai wurden Menschen im Sozialraum um den FamilienZeitRaum herum an fünf Tagen in der Woche „togo“ mit frisch gekochtem Essen versorgt oder sogar beliefert. Auch ein Einkaufsservice wurde angeboten.

Auch Beratungsangebote konnten unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder vor Ort angeboten werden – diese im Lockdown lediglich digital anzubieten war nicht nur aufgrund der häufig vorhandenen Sprachbarriere schwierig gewesen.