Willkommen!

Wie geht es dir, wenn du vor einer verschlossenen Tür stehst? Klar, wenn es die eigenen Türen sind, dann schließt man ab, um sein Privateigentum zu schützen. Nachbarn von uns hatten ihren Schuppen nie abgeschlossen. Der befindet sich schließlich hinter dem Haus und da wird schon nichts passieren. Irgendjemand hatte sich jedoch über den offenen Schuppen gefreut und die Einladung dankend angenommen, sich zu bedienen. Somit waren alle Fahrräder der Familie verschwunden!

Wenn du jedoch dringend etwas besorgen musst und willst ein Geschäft oder eine Behörde betreten und stehst vor verschlossenen Türen – das kann gewaltig nerven, oder? Ich rief mal bei einer Hotline an und wurde ständig weiterverbunden, bis ich schließlich wieder bei der Person landete, die ich zuerst am Telefon hatte. Ich dachte, so etwas gibt es nur im Film! Oder eine verschickte E-Mail wird nicht beantwortet. Wir kennen solche Situationen nur zu gut.

Im Leben gibt es Türen, die verschlossen sind und wir bleiben enttäuscht zurück: Trotz guter Vorbereitung durch die Prüfung gefallen, eine enge Beziehung geht in die Brüche oder eine Krankheit wirft alle Pläne über den Haufen.

Ganz anders geht es uns, wenn wir willkommen sind. Jemand freut sich, mich zu sehen und ich darf ankommen. Jemand hört mir zu und geht auf mich ein. Ich merke, ich bin wichtig und man legt Wert auf die Gemeinschaft mit mir.

Bei Gott ist die Tür immer offen und ich bin willkommen! Jesus Christus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Dieser Bibelvers aus dem Johannesevangelium 6, Vers 37, ist die Jahreslosung für 2022.

Die Jahreslosung wird in einem Ökumenischen Arbeitskreis für die verschiedenen christlichen Kirchen, Werke und Gemeinschaften ausgewählt, um mit einer zentralen Aussage der Bibel Hoffnung, Trost und Ermutigung weiterzugeben.

Das Bild verdeutlicht, worum es geht: Eine Offene Tür mit dem Schlüssel in Kreuzform und dem Abendmahl im Raum: Jesus starb für uns am Kreuz, damit die Verbindung zu Gott möglich ist. Wir haben mit ihm Gemeinschaft, wie es im Abendmahl deutlich wird.

Nicht vergessen: Bei Jesus bist du immer willkommen!

Martin Courier, Seelsorger im Sozialwerk

Infoabend der Privatschule Mentor fällt aus

Pandemiebedingt muss der Infoabend am 18. Januar leider ausfallen. Geplant war ein Tag der offenen Tür ab 17 Uhr mit anschließender Infoveranstaltung durch die Schulleitung. Gern können Sie alternativ einen persönlichen Beratungstermin unter 0421/6190-121 vereinbaren.

Die Privatschule Mentor hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen eine solide Allgemeinbildung zu vermitteln und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Durch gezielte Leseförderung und berufliche Orientierungshilfen werden die Schülerinnen und Schüler fit für das Arbeitsleben gemacht. Der Name der Schule, Mentor, ist Programm: In einer positiven Lernatmosphäre, in der jeder gesehen und bestmöglich gefordert und gefördert wird, kommen auch diejenigen zu guten Lernergebnissen, die in der Anonymität einer großen Schule untergehen. Alle Bildungsabschlüsse können an der Oberschule mit gymnasialer Oberstufe gemacht werden.

Unterstützt durch gelebte christliche Werte möchte die Privatschule Mentor junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsensein begleiten. Die Schule liegt auf dem Gelände des Sozialwerkes der Freien Christengemeinde, einem christlichen Träger sozialer Einrichtungen. Hier wird Inklusion gelebt und ein tolerantes Miteinander eingeübt.

In der Privatschule Mentor findet der Unterricht von Klasse 5 bis 13 in überschaubaren Klassenverbänden statt. Absprachen geschehen über kurze Wege, weil jeder jeden kennt. So kann eine gute Betreuung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet werden. Die etwa 140 Schülerinnen und Schüler kommen nicht nur aus dem direkten Umfeld, sondern aus ganz Bremen und dem Umland. Damit ist die Privatschule eine echte Bildungsalternative in der Bremer Schullandschaft.

Weitere Informationen finden Sie auf www.privatschule-mentor.de

Foto: unsplash

Kleiderkammer FamilienZeitRaum

KleiderRaum

Der FamilienZeitRaum bietet an drei Tagen pro Woche gesunde, frischgekochte Mahlzeiten für die Menschen im Stadtteil an. Immer häufiger nehmen dies auch Menschen ohne festen Wohnsitz in Anspruch. Darüber freut sich Piet Apel sehr, der ein Herz für die Freunde von der Straße hat und sich sehr für sie engagiert.

Und da die Gäste, die sich in der Initiative in der Neustadt mit einer warmen Mahlzeit versorgen, auch gut einmal eine warme Dusche und saubere Kleidung gebrauchen können, wird das Angebot aktuell um die Möglichkeit erweitert, sich zu duschen, die Kleidung zu waschen oder sich in der neu entstehenden Kleiderkammer mit neuer Kleidung einzudecken. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete sich diese Idee schnell. Und schon trudelten erste Sachspenden ein: Schuhe, Hosen, Pullover, Jacken. Ein kleiner Raum im Untergeschoss wurde zu einer Kleiderkammer umfunktioniert. Eine Waschmaschine wurde aus einer Haushaltsauflösung gespendet.

Lediglich an Zeit bzw. an „Man-/Woman-Power“ mangelte es, um die vielen Kleiderspenden zu sortieren und einzuräumen. Doch hier kam dem Projekt die Kooperation des Sozialwerks mit der hoop Kirche in Kattenturm zugute. Sieben Studierende des „Momentum College hoop“ sprangen in die Bresche. Die jungen Leute, die zwei Jahre ihres jungen Lebens investieren, sich aus christlicher Motivation für das Gemeinwohl fit machen zu lassen, kamen Piet Apel und seinem Team zu Hilfe und sortierten eifrig und mit viel Spaß an der Sache die gespendete Kleidung in die neue Kleiderkammer ein.

Diese platzt nun aus allen Nähten und wartet darauf, in Anspruch genommen zu werden. Doch es bleibt noch einiges zu tun: „Die Zeit hat nicht ausgereicht, um alle Kleiderspenden zu sortieren“, so der Initiator des Projektes. „Es bleibt noch jede Menge Arbeit, denn es gibt schon wieder ganz viele neue Kleiderspenden. Können wir eine weitere Kleiderkammer bauen?“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

 

Die Essens- und Kleiderausgabe befindet sich in der Großen Johannisstraße 141-147. Nähere Infos zu den Möglichkeiten, die Angebote in Anspruch zu nehmen oder sich hier ehrenamtlich zu engagieren, gibt es bei Piet Apel unter p.apel@sozialwerk-bremen.de oder 0421 / 16 33 93-13.

https://sozialwerk-bremen.de/kijufam/offene-angebote/#familienzeitraum

 

Frohe Weihnachten

… und ein gesegnetes neues Jahr 2022 wünscht das Sozialwerk der Freien Christengemeinde

aLa ArBiS Bremen

Neue Möglichkeiten

Kurt und Stefan arbeiten schon lange in zwei Werkstätten der ArBiS Bremen. Kurt ist schon lange in der Holzwerkstatt tätig. Mit den großen Gehörschützern auf dem Kopf ist er aus der Werkstatt, in der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Beschäftigung finden, nicht mehr wegzudenken. Stefan hat in der Bäckerei ein Tätigkeitsfeld gefunden, wo er sich gern und verlässlich einbringt. Die Tagesstruktur tut ihm gut. Durch die Arbeit findet er Bestätigung, indem er einen wichtigen Beitrag leistet. Beide fühlen sich an dem Platz wohl, wo sie seit langer Zeit tätig sind, arbeiten verlässlich und sind zu richtigen Säulen des Arbeitsalltags geworden. Aber weiterentwickeln konnten sie sich bisher nicht. Bislang fehlten für Menschen wie sie Möglichkeiten, über sich hinauszuwachsen und aus dem Status der Beschäftigung in eine etwas anspruchsvollere Tätigkeit zu wechseln. Die Hürden waren so groß, für manche Menschen in den Werkstätten unüberwindlich groß.

Doch nun gibt es „aLa“ (andere Leistungsanbieter), ein neues Beschäftigungsformat, das wie gemacht ist für Menschen wie Kurt und Stefan. In Kooperation mit dem Berufsförderungswerks Friedehorst durchliefen die beiden zunächst ein Eingangsverfahren, in dem ihre Werkstatttauglichkeit geprüft wurde. Das haben beide mühelos gemeistert. Anschließend ging es in einem zweiten Schritt in den Berufsbildungsbereich. In den verschiedenen Bereichen wie z.B. der Hauswirtschaft oder Holzverarbeitung im Berufsförderungswerk Friedehorst (BfW) konnten sie sich ausprobieren, neue Fähigkeiten aneignen und bekamen Einsicht in verschiedene Berufsfelder. In externen Praktika im Berufsbildungsbereich kehren sie unter anderem in ihre altbekannten Werkstätten zurück, jedoch mit einem anderen Status. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bfw und der ArBiS Bremen klappt sehr gut und das ist auch für Kurt und Stefan bei den gegenseitigen Besuchen der Mitarbeitenden spürbar. So besuchte Natascha Priemel zuletzt einen Teil des Teams um Regina Kossmann (Sozialdienst) und Doris Elmas (Bereich Hauswirtschaft), um mit den beiden Beschäftigten den aktuellen Stand zu besprechen. Nach zwei Jahren im Berufsbildungsbereich werden die beiden Männer in der nächsten Stufe ihres Arbeitslebens ankommen, dem „aLa-Arbeitsbereich“. Dann bekommen sie einen Werkstattvertrag, sind in einem arbeitnehmerähnlichen Verhältnis und erhalten eine bessere Vergütung für ihre nun sozialversicherungspflichtige Arbeit. Auch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist nun gewährleistet.

Stefan und Kurt sind von der neuen Möglichkeit begeistert und hoch motiviert. Es fiel ihnen schwer, den Schritt aus dem sicheren Schutzraum als „Beschäftigter“ heraus zu wagen. Andererseits hatten sie sehr wohl wahrgenommen, dass sie mehr können und wollen. Nun hat „aLa“ ihnen diese neue Möglichkeit eröffnet, ihre Grenzen zu erweitern und sich zu entwickeln.

Wie werden diese neuen Maßnahmen finanziert? Während das Eingangsverfahren und der Berufsbildungsbereich vom Rentenversicherungsträger und der Arbeitsagentur getragen werden, finanziert sich der Arbeitsbereich aus dem Fachdienst Teilhabe vom Amt für soziale Dienste. Das große Ziel „erster Arbeitsmarkt“ ist auf diese Weise ein gutes Stück näher gerückt. Ergänzend gibt es für Menschen mit einem geringeren Bedarf an Beschäftigung „BOT“ (Beschäftigungsorientierte soziale Teilhabe). Diese umfasst einen Stundenumfang von 5 bis 15 Stunden, während „aLa“-Nutzer*innen in einem Anstellungsverhältnis von 15 bis 36,5 Wochenstunden eingebunden sind.

Die Rückmeldungen der beiden Pioniere – Stefan und Kurt – sind so positiv, dass auch andere Beschäftigte der ArBiS Bremen den nächsten Schritt wagen und die Beantragung mit Unterstützung der leitenden Ergotherapeutin Natascha Priemel eingeleitet haben.

 

 


Im Hauswirtschaftsbereich wird Kürbisbrot gebacken.


Stefan und Kurt (v.l.) im Berufsbildungsbereich


Kurt (2.v.l.) und Stefan (2.v.r.) mit Doris Elmas (Begleiterin im Bereich Hauswirtschaft, li.) und Regina Kossmann (Sozialdienst, re.)

 

Adventsüberraschung

Auch in diesem Jahr konnten die Mieterinnen und Mieterder Seniorenwohnanlage, die Kinder und Jugendlichen der beiden Kinderhäuser am Grambker See sowie die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung „Haus Noah“ wieder eine Adventsüberraschung der besonderen Art erleben. Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Grambke erfreute Klein und Groß mit vorweihnachtlicher Blasmusik vor dem Bauernhaus und vor „Haus Noah”. Altbekannte Weihnachtslieder luden zum Mitsingen ein – vor Ort oder am Fenster oder auf dem Balkon der eigenen Wohnung.

Auch nach dem Sonntagsgottesdienst am 3. Advent machte sich der Bläserchor auf den Weg zu den Bewohnern der Heimstätte am Grambker See, um auch dort mit ihren kräftigen Posaunen Weihnachtsvorfreude zu bringen. Das war eine willkommene Abwechslung und wurde entsprechend freudig von den Bewohnerinnen und Bewohnern aufgenommen. Ausgestattet mit einem heißen Punsch lauschten sie an den Fenstern der weihnachtlichen Musik und sangen mit. Für den außerordentlichen Einsatz der Bläser sagen wir ein herzliches Dankeschön und ein “Vergelts-Gott”.

Das Seelsorge-Team des Sozialwerks

Bildübergabe an HG

Freude machen

Der Himmel ist grau, es ist kalt und es nieselt an diesem Freitagnachmittag. Jasmin M. und ihre beiden Kinder Tim (11) und Nele (6) haben sich dennoch auf den Weg gemacht, um den Seniorinnen und Senioren in der Heimstätte am Grambker See eine Freude zu machen. Die Familie, die im selben Stadtteil wohnt, hat weihnachtliche Karten mitgebracht, um den Menschen in der Heimstätte eine Freude zu bereiten.
Und sie haben für diese Aktion noch eine ganze Menge anderer Menschen „angesteckt“, es ihnen gleichzutun. Jasmin M. hat vor einiger Zeit die Lehrer*innen ihrer Kinder angeschrieben und sie für die Idee gewinnen können. Und so steuerten die Kinder der Klasse 5c der Oberschule Helsinkistraße und der Klasse 1b der Grundschule Burgdamm zahlreiche Kunstwerke bei. „Zugegeben, ich habe die Idee geklaut. Auf Facebook habe ich davon gelesen und fand sie so gut, dass ich mir gedacht habe: Das machen wir auch“, erzählt die ehemalige Mitarbeiterin im Sozialwerk.
15 Jahre hat sie nach ihrer Ausbildung in der Hauswirtschaft tatkräftig bei der Versorgung der Senior*innen mitgeholfen. Nun widmet sie sich ihren beiden Kindern und hat eine große Vorliebe für das Malen entwickelt. Und so war die Idee schnell in die Tat umgesetzt. Jasmin M. hat noch weitere Pläne: Sie würde gern Malkurse für Kinder anbieten und fände es gut, wenn die dabei entstehenden Kunstwerke andere Menschen erfreuen könnten.
Tatjana Kienast, Einrichtungsleiterin der Pflegeeinrichtung, und Jana Tunis, Betreuungskraft in der Heimstätte, freuen sich über das liebevolle Engagement und nehmen die Karten dankbar entgegen. Am Nikolaustag werden sie an die Bewohnerinnen und Bewohner verteilt.


Nele (6 J.) und Tim (11 J.) haben für Senior*innen der Heimstätte gemalt.


Liebevoll gemalte und gebastelte Karten

Bilder für die HG
Tatjana Kienast (li.) und Betreuerin Jana Tunis (2.v.li.) nehmen die Bilder von Jasmin M. (Mitte) und ihren Kindern Nele (2.v.re.) und Tim (re.) entgegen.

Die Zukunft des Sozialwerks

22 junge Leute füllen den Kaminsaal. Einige freuen sich über das Wiedersehen, andere lernen sich gerade erst kennen. Sie alle sind gespannt auf den gemeinsamen Nachmittag. Sie sind in Ausbildung zur Pflegefachkraft. Justin Sommer, Personalreferent im Sozialwerk, freut sich über das Ergebnis langer Planung: „Alle unsere Azubis an einem Nachmittag hier zusammenzubekommen, war nicht einfach. Umso mehr freue ich mich, dass es geklappt hat.“ Die angehenden Pflegefachkräfte sind zu versetzten Zeiten in unterschiedlichen Einrichtungen tätig, arbeiten in unterschiedlichen Schichten und haben oft lange Phasen schulischer Ausbildung. Außerdem sind sie nicht nur in den Pflegeeinrichtungen des Sozialwerks tätig. Seit der Einführung der generalistischen Ausbildung kommen auch Einsätze in der ambulanten Pflege, in der Kinderkrankenpflege und in der ganz „normalen“ Pflege im Krankenhaus hinzu ¬– eine intensive, arbeitsreiche Ausbildung, die den jungen Leuten viel abverlangt.

„Was findest du gut, dort wo du arbeitest? Was nervt?“ Mit diesen Fragen leitet Justin Sommer die Vorstellungsrunde ein. Hier gibt es schon ganz wichtige Informationen für die Leitungskräfte: so z.B., dass die jungen Leute ihre Praxisanleiterin, Irina Klötzing, sehr schätzen. Und auch, dass schon die Auszubildenden im ersten Lehrjahr gestresst sind vom Personalmangel. Bereichsleiter Jens Bonkowski nimmt diese Informationen sorgsam auf. Er betont anschließend, wie wertvoll die Auszubildenden für das Sozialwerk seien. Er selbst habe, wie sein Vater zuvor, diese Ausbildung absolviert. Und auch einer seiner Söhne mache gerade die Ausbildung zur Pflegefachkraft. „Nach wie vor finde ich, dass dies ein ganz toller Beruf ist“, so das Mitglied der Geschäftsleitung. Wie man an seiner Biografie sehen könne, könne man sich in diesem Beruf gut entwickeln. „Aber ich hoffe natürlich, dass viele von euch auch nach der Ausbildung als Pflegekräfte gut und gern bei uns arbeiten“, so Jens Bonkowski. Zudem freue er sich, dass der Pflegeberuf durch die Generalistik aufgewertet und auch besser bezahlt werde. Den Auszubildenden signalisiert er Gesprächsbereitschaft, um die reformierte Ausbildung fortwährend zu verbessern.

Weiter geht es mit einer Teambuilding-Aktion. Christian Schwarz, Seelsorger im Sozialwerk, hat einen Stapel Zeitungspapier und Tesafilm mitgebracht. Er teilt die Azubis in zwei Gruppen ein, jede Gruppe agiert in einem separaten Raum. Beide Gruppen bekommen die selbe Aufgabe: „Baut aus Zeitungspapier und Tesafilm eine Brücke! Wer die längste Brücke ohne Zwischenpfeiler gebaut hat, hat gewonnen.“ 20 Minuten haben die Gruppen für die Lösung dieser Aufgabe Zeit. Christian Schwarz, Jens Bonkowski, Irina Klötzing und Justin Sommer beobachten die jungen Leute. Wer hat gute Ideen? Wer ergreift die Initiative? Wer geht auf in der Lösung eines Problems? Wer gibt trotz Widerständen nicht auf?

Es folgt ein Workshop, der von der – mit dem Sozialwerk kooperierenden – Krankenkasse IKK gesundplus veranstaltet wird. Referent Markus Schnarre gibt wertvolle Informationen an die jungen Leute weiter, was Instagram, Online-Games und ständige Erreichbarkeit mit Gesundheit und Wohlbefinden machen. „Offline“ heißt sein Vortrag über Medienkonsum passenderweise.
Zum Abschluss gibt es ein Catering des Bremer StartUps „PressGut“ mit gesunden und köstlichen Snacks, gesponsert von der IKK gesundplus. Gut gelaunt und innerlich bereichert gehen die Teilnehmer*innen aus diesem Nachmittag nach Hause: Eine gelungene Aktion, da sind sich alle einig. Justin Sommer möchte solche Zusammentreffen zweimal jährlich organisieren. „Das stärkt den Zusammenhalt und fördert die Identifikation mit dem Arbeitgeber“, so der Personalreferent. „Wir können also nur gewinnen.“

 

Ausgezeichnete Erholung

Das Qualitätsaudit des Bundesforums Kinder- und Jugendreisen e.V. bescheinigt dem christlichen Bildungs- und Freizeitzentrum Flambacher Mühle hervorragende Qualität. „Wir freuen uns, nun ein zertifiziertes Haus nach den Kriterien des Bundesforums e.V. für Kinder- und Jugendreisen zu sein“, so Rolf Larsen, Leiter des Freizeit- und Bildungszentrum Flambacher Mühle.

Im Bildungs- und Freizeitzentrum im Oberharz wird ein umfassendes Qualitätsmanagement praktiziert, für das das Haus nun nach den Maßstäben des Bundesforums zertifiziert wurde. Dem Team der Einrichtung wurde bescheinigt, dass Gäste hier ein Haus vorfinden, das eine Reihe von Qualitätsstandards erfüllt. Hierzu gehören die Einhaltung und Umsetzung entsprechender Gesetze, der Jugendschutz, Notfall- und Krisenmanagement sowie ein Ausbildungs- und Fortbildungskonzept für Mitarbeitende. Die Betreuung der Gäste muss klar definiert sein und die Gestaltung der Angebote wird geprüft. Das Selbstverständnis, die Vorgehensweisen und Verträge müssen transparent sein und ein klar kommuniziertes Beschwerdemanagement vorausgesetzt. Durch Vor- und Nachbereitung der Beherberung wird ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess sichergestellt.

Das Siegel wird vom Bundesforum Kinder- und Jugendreisen e.V. verliehen. Das Forum ist ein Zusammenschluss bundesweit tätiger Verbände, Träger und Organisationen, die im Bereich Kinder- und Jugendreisen aktiv sind und setzt sich für die Förderung und Entwicklung des Bereichs ein.

Die Flambacher Mühle liegt inmitten von Wäldern und Seen vor den Toren Clausthal-Zellerfelds. Sie ist die ein idealer Ort für Bildungs-, Gruppen- oder Klassenfahrten. Auch Familien können hier eine entspannte Zeit verbringen. Auf Wunsch wird den Gästen ein Rundum-Sorglos-Paket angeboten. Für Kinder- und Jugendgruppen gibt es speziell auf deren Altersgruppe zugeschnittene Angebote. Dem Team ist besonders wichtig, dass das Miteinander von Herzlichkeit, Wertschätzung und Offenheit allen Menschen gegenüber geprägt ist.

„Wir empfinden Unterschiedlichkeit als Potential der Bereicherung“, so Rolf Larsen. Dem gebürtigen Schweden liegt es am Herzen, dass mit Angeboten für Körper, Seele und Geist jedem Gast ein angenehmer Aufenthalt ermöglicht wird.

Das christliche Freizeit- und Bildungszentrum wird von der Mentor-Stiftung Bremen betrieben.

Familien-Ausflug nach Thüle

Was für eine Premiere für den FamilienZeitRaum in der Bremer Neustadt: Wo normalerweise Gemeinschaft und Integration gelebt wird, wo pädagogische Unterstützung angeboten und die deutsche Sprache gelernt wird, wo in sozialen Fragen beraten und Essen an Bedürftige ausgegeben wird, ging es nun auf große Fahrt.
Mit einem gecharterten Reisebus und einer bunten, gut gelaunten Truppe ging es am 23.10.2021 in Richtung Frisoyte auf die Autobahn. Menschen aus Brasilien, Indonesien, dem Iran und von hier, im Alter zwischen drei Wochen und 65 Jahren, freuten sich miteinander auf einen entspannten und erlebnisreichen Tag miteinander.
Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Es gab exotische Tiere zu bestaunen und im Streichelzoo war man ganz nah dran. In der Achterbahn gab es den Adrenalin-Kick im freien Fall und auf der Wasserrutsche eine aufregende, nasse Fahrt zu erleben. Kurz: Es war für jede und jeden etwas dabei.
Dank der großzügigen Unterstützung der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, die aus Mitteln des Integrationsbudgets für die stadtteilbezogene Familienarbeit diesen Ausflug ermöglichte, konnten die knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tag im Tier- und Freizeitpark Thüle bei bestem Wetter von Herzen genießen.
Viele der teilnehmenden Familien hätten diesen wunderschönen Tag nicht erleben können –entweder, weil kein Auto vorhanden ist, um nach Frisoyte zu fahren, oder weil ein solcher Familienausflug so richtig ins Geld geht.
Umso mehr freuen wir uns, dass der FamilienZeitRaum den Familien dieses schöne Erlebnis ermöglichen konnte.

Piet Apel/FamilienZeitRaum