Chor-Konzert in der Shakespeare Company

Kraftvoll singen die Frauen von ihrem Land, das in Trümmern liegt, von Schmerz und Verlust, von Liebe, dem inneren Licht und dem Kreislauf des Lebens, der Kraft des Weiblichen zu Erneuerung und Wiedergeburt. Dazwischen ertönen laut helle Mädchenstimmen, ein Zusammenklang der Generationen, hoffnungsvoll und stark.

Der ukrainische Kinderchor des Sozialwerks durfte beim Konzert des Frauenchors Gloria UA mit auf die Bühne der Shakespeare Company. Das Release-Konzert stellte das Album Hoya vor, auf dem auch der Song Sonnenschein zu hören ist – eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Kinderchor, zu dem dieser auf die Bühne stürmte. Anna Chulkova, die Leiterin des Kinderchors, begleitete die kleinen Sängerinnen und Sänger und half, dass jede und jeder einen Platz fand. Und dann gab es eine vielstimmige, mitreißende Hymne an die Sonne, ihre Wärme und ihre lebensspendende Kraft.

Die 25 Choristinnen von Gloria UA kommen aus der gesamten Ukraine, sie sind vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet und fanden in Bremen unter der Leitung der aus Charkiw stammenden und ebenfalls nach Bremen geflüchteten Sängerin Yana Wermuth zusammen. Auf der Bühne singen sie von ihrer Situation, wie sie hier wieder Boden unter den Füßen spüren und ihre neue Zukunft in Deutschland gestalten. Immer begleitet von ihrer Band, präsentierten sie ein breites Spektrum aus Rock, Pop, Balladen und traditionellem ukrainischen Gesang mit eigens dafür geschriebenen Songs.

Die Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Kinderchor ist auch Nachwuchsförderung für den Frauenchor, denn aus den Mädchen werden, wenn es gut läuft, einmal erwachsene Sängerinnen.

Yana Wermuth und Falko Wermuth begrüßen die Gäste

Yana Wermuth und Falko Wermuth begrüßen die Gäste

Der Frauenchor Gloria UA legt los

Der Frauenchor Gloria UA legt los

Der Kinderchor singt mit

Der Kinderchor singt mit

Sponsoring von Erinnerungen und Emotionen

Spiele und Filme können für ältere Menschen – mit oder ohne Demenz – weit mehr sein als nur Zeitvertreib. Sie sind Brücken in die eigene Vergangenheit, wecken Erinnerungen, stärken Emotionen und schaffen Verbindung zu anderen Menschen.

Darum wurden jetzt wieder in der Stadtbibliothek Gröpelingen besondere Bücher und weitere Medien für Senioren und Seniorinnen angeschafft, ermöglicht durch Spenden des Vereins der Freunde der Stadtbibliothek Bremen. Die Bibliothekarin Susanne Künne kommt regelmäßig mit Bücherkisten und Hündin Lotte auch in unsere Einrichtungen und stellt Material vor, das kostenlos ausgeliehen werden kann. Unsere Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich jedes Mal sehr über den Besuch. Gerade alte Filme, Musik und Erinnerungsquizspiele sind sehr beliebt.

Im Februar besuchte eine Delegation die Heimstätte Ohlenhof, neugierig, wie die gesponserten Medien in der Praxis ankommen. Einrichtungsleiterin Vera Strech und die Beschäftigungskräfte ihres Teams, Monika Drews, Claudia Chibani, Sabrina Schulz und Tanja Voß, hießen die Vorstandsmitglieder des Vereins – Dr. Helga Trüpel und Cornelius Neumann-Redlin – sowie die stellv. Direktorin der Stadtbibliothek Bremen Anika Schmidt und Susanne Kühne mit Lotte herzlich willkommen. Die Gäste sahen und hörten genau zu, wie Mensch und Material aufeinandertrafen. Eindeutiges Ergebnis: Freude über jedes Spiel, jeden Film und jedes Buch.

Klassische Gesellschafts- oder Kartenspiele begleiten viele Menschen seit ihrer Jugend. Schon das Geräusch vom Kartenmischen oder von rollenden Würfeln kann vertraute Gefühle hervorrufen. Für ältere Menschen ohne Demenz fördern solche Spiele Konzentration, strategisches Denken und soziale Interaktion. Für Menschen mit Demenz ist eher das gemeinsame Erleben zentral. Vereinfachte Spielvarianten, große Spielkarten oder Spiele mit Bildern aus früheren Zeiten – etwa Motive aus den 1950er- oder 1960er-Jahren – können Erinnerungen aktivieren. Das Ziel ist nicht das Gewinnen, sondern das Gefühl von Zugehörigkeit und Freude. Auch digitale Spiele können geeignet sein, wenn sie einfach gestaltet sind. Musik- oder Quizspiele mit bekannten Schlagern regen Gespräche an: „Weißt du noch, damals…?“ – ein Satz, der oft eine Kette wertvoller Erinnerungen auslöst.

Filme haben eine besondere Kraft, weil sie Bilder, Musik und Geschichten verbinden. Klassiker wie Die Feuerzangenbowle, Sissi oder internationale Filme wie Casablanca erinnern viele ältere Menschen an Kinobesuche in jungen Jahren. Beim gemeinsamen Anschauen entstehen Gespräche über erste Dates, Tanzabende oder die Zeit nach dem Krieg.

Für Menschen mit Demenz sind vertraute Filme besonders wertvoll. Selbst wenn Details der Handlung vergessen werden, bleiben Gefühle und Stimmungen oft erhalten. Eine bekannte Melodie oder ein vertrautes Gesicht kann Sicherheit vermitteln. Erinnerungen sind eng mit Emotionen verbunden. Spiele und Filme können Freude, Nostalgie, manchmal auch Wehmut hervorrufen. Diese Gefühle sind Teil der eigenen Lebensgeschichte. Gerade bei Demenz, wenn vieles im Alltag unsicher erscheint, geben vertraute Inhalte Halt und stärken das Gefühl: „Das bin ich. Das habe ich erlebt.“

Der Besuch bestätigte, dass Spiele und Filme wertvolle Werkzeuge in der Begleitung älterer Menschen sind. Sie fördern geistige Aktivität, wecken Erinnerungen und stärken Emotionen. Besonders bei Menschen mit Demenz können vertraute Inhalte Sicherheit und Lebensfreude schenken – und ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das jede Spende rechtfertigt.

 

 

Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz

Jedes Jahr im Januar sind Christen und Christinnen aller Konfessionen eingeladen, an der Internationalen Gebetswoche teilzunehmen, 2026 unter dem Motto Gott ist treu. Weltweit gibt es eine ganze Woche lang Gottesdienste, Gebetsrunden, Veranstaltungen und Zusammenkünfte, mit denen die Einheit aller Christinnen und Christen gestärkt und gefeiert wird.

In Bremen fand am Donnerstag das traditionelle Netzwerktreffen statt, diesmal in der Gemeinde St. Matthäus. 20 Stände präsentierten ihre Werke und Initiativen in der großen Bandbreite christlicher Arbeit in der Stadt und der Region. Das Sozialwerk teilte sich den Stand mit der Tochtergesellschaft Menschenskinners!. In zahlreichen Gesprächen und Begegnungen an den Ständen, im Flur und ganz besonders am üppigen Büfett ergab sich ein lebendiges Miteinander.

Die meisten gingen anschließend in den Gottesdienst oder verfolgten die Predigten und Beiträge auf den Bildschirmen im Foyer der gastgebenden Gemeinde St. Matthäus.

 

Nikolaus bei Find.us

Für jedes Kind ein Stofftier! Am Nikolaustag gab es wieder großen Andrang bei Find.us, dem Secondhand-Laden für Kinder in Findorff. Denn das ganze „Dorff“ weiß, dass sich immer am 6. Dezember jedes Kind hier ein Plüschtier aussuchen darf. Und weil das ganze Jahr über viele neue und neuwertige Stofftiere gespendet und gesammelt werden, ist die Auswahl am 6. Dezember für die Kinder groß. Eine Hürde gibt es allerdings: Ein Gedicht oder ein Lied wollen die Mitarbeiterinnen bei Find.us hören, bevor sie ein Geschenk herausrücken. Das haben sie auch dieses Jahr wieder alle super hingekriegt, die Findorffer Kinder. Und vielleicht waren ja auch ein paar kleine Leute aus anderen Stadtteilen dabei – so groß, wie der Ansturm war.

Apropos Spende: Weil nicht nur viele Kundinnen, sondern auch viele Spenderinnen und Spender regelmäßig hereinkommen, gibt es laufend neue Kinderkleidung, Spielzeug usw. im Laden, ein buntes und gut sortiertes Sortiment. Die sehr gut erhaltenen oder neuen Teile werden sehr günstig abgegeben. Und von jedem Verkauf geht eine Spende an das Mutter/Vater-Kind-Haus Bethanien, in dem junge Mütter (seltener auch Väter) mit Kind unterstützt werden.

2025 konnte die gemeinnützige Gesellschaft Menschenskinners!, zu der Find.us gehört, vom Erlös des Ladens ein neues – und bereits sehr gut angenommenes! – Spielgerät für die Kinder des Mutter/Vater-Kind-Hauses kaufen. Darüber freuten sich auch die Kinder der Kita Regenbogen, denn die Kinder teilen sich den Innenhof als Spielplatz.

Jedes Jahr kommen viele Kinder und Eltern, um ein Stofftier vom Nikolaus abzuholen.

Jedes Jahr kommen viele Kinder und Eltern, um ein Stofftier vom Nikolaus abzuholen.

 

 

Ukrainischer Kinderchor: Weihnachtskonzert und Weihnachtsbeutel-Aktion

Am Samstag, den 20. Dezember, um 16:00 Uhr gibt der ukrainische Kinderchor ein Weihnachtskonzert, ab 15:30 ist Einlass, und der Eintritt ist frei. Ort: Festsaal der Heimstätte am Oslebshauser Park, Oslebshauser Landstr. 18, 28239 Bremen, Zugang über den Marktplatz.

Freude im Doppelpack wurde für unseren ukrainischen Kinderchor im Sozialwerk erlebbar. Eltern und Kinder haben gemeinsam an der Weihnachtsbeutel-Aktion: „Weihnachten ist, wenn jemand liebevoll an dich denkt“ teilgenommen: Für Jungen und Mädchen in der vom Krieg erschütterten Ukraine wurden liebevoll Weihnachtsbeutel gepackt. Spielzeug, Süßigkeiten, Hefte, warme Accessoires und kleine persönliche Grüße füllen die Taschen. Die Päckchen werden mit mehr als 10.000 weiteren in die Ukraine transportiert und dort an Kindergärten und Schulen verteilt. So entsteht doppelte Freude: Hier in Bremen beim Packen mit Herz – und dort, wo Kinder in schwierigen Zeiten einen liebevollen Gruß und ein Lächeln geschenkt bekommen. So wurde wahr, was Jesus Christus schon vor 2.000 Jahren gesagt hat: “Geben macht glücklicher als nehmen“.

Die Aktion wurde initiiert und organisiert von der gemeinnützigen Stiftung „Solidarität Ukraine“, der Bremischen Ev. Kirche und der Freien Hansestadt Bremen.

Auf https://stiftung-solidaritaet-ukraine.de/2025/10/22/weihnachtsaktion-2025-bremen-schenkt-hoffnung gibt es einen kleinen Einblick von der letztjährigen Aktion.

Andrea Hammer, Ph.D.

 

Weihnachtsbeutel packen

Weihnachtsbeutel packen

Umfüllen im Zentrallager in Transportkartons

Umfüllen im Zentrallager in Transportkartons

 

 

Freimarkt in der Gerontopsychiatrie

Herzlich willkommen zum Freimarktsfest! Detlev und sein Team luden zu einem abwechslungsreichen Nachmittag in der Gerontopsychiatrie in der Heimstätte Ohlenhof. Die Bewohnerinnen und Bewohner kamen aus ihren Zimmern in den frisch renovierten Flur, neugierig, was sich das Team so ausgedacht hatte. Und mit großem Appetit auf die Freimarkts-Leckerchen Fischbrötchen und Hotdogs. Zuvor gab es Kaffee und selbstgebackene Torte – und Berliner und Viktoria.

Schlager aus vergangenen Jahrzehnten weckten Erinnerungen, gute Stimmung lag in der Luft des gemütlichen Speisesaals mit Rundumblick ins Grüne. Grüppchen fanden sich, man half sich gegenseitig beim Setzen, Stühlerücken und Kaffeeeinschenken, und vom Team war auch immer jemand zur Stelle, wenn mal was danebenging oder Kuchennachschub gefragt war. Jeder und jede wird hier gesehen und je nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten unterstützt und begleitet.

Am Glücksrad durften alle drehen, und zwar so lange, bis ein Gewinnfeld getroffen war, niemand sollte leer ausgehen. Am meisten Zulauf hatte das Dosenwerfen, und jeder Wurf wurde vom Publikum am Seitenrand kommentiert. Gekegelt wurde auch, aber mit weichen Kegeln, die lautlos fallen und darum weniger Spaß machen.

Der Nachmittag unterbrach die alltägliche Routine und holte die betreuten Menschen aus ihrem Trott. Jedes Lächeln, jedes Zeichen von Freude und Neugier waren den Aufwand wert. Auch der neu gestaltete Flur mit den Fotos bekannter Orte in Bremen ist so ein Motivator: Die Bilder wecken Erinnerungen und Freude am Wiedererkennen. Detlev ist sehr zufrieden mit der gelungenen Renovierung – vor allem mit der schönen neuen Einbauküche.

Auch das Team der Gerontopsychiatrie hat Neuzugänge: Die neue Kollegin Linda hat sich bereits super eingeführt, und auch Levent, der hier sein Freiwilliges Soziales Jahr macht, ist eine echte Bereicherung für das Team.

Die Festgesellschaft trifft ein.

Die Festgesellschaft trifft ein.

Es geht rund mit Torte und Glücksrad.

Es geht rund mit Torte und Glücksrad.

Linda assistiert am Glücksrad.

Linda assistiert am Glücksrad.

Der neu gestaltete Flur

Der neu gestaltete Flur

(Fast) jeder Wurf ein Treffer!

(Fast) jeder Wurf ein Treffer!

Alles steht parat für die Hotdogs.

Alles steht parat für die Hotdogs.

Lieblingsplatz

Lieblingsplatz

 

 

 

Feier für unsere Jubilare und Jubilarinnen

Im Gröpelinger Kaminsaal saß geballte Berufserfahrung, als im September 50 langjährig Mitarbeitende im Sozialwerk (einschließlich Menschenskinners!), von denen rund die Hälfte anwesend war, gewürdigt wurden. Die Jubilarinnen und Jubilare kamen in Begleitung von Angehörigen, Gästen, Kolleginnen und Kollegen, manche schon im Ruhestand, sodass der Kaminsaal mit etwa 70 Personen gut besucht war. Bei Kaffee und Kuchen ließ es sich entspannt miteinander an der festlich von der Hauswirtschaft gedeckten Tafel ins Gespräch kommen.

Die Gäste kommen im Kaminsaal an.

Die Gäste kommen im Kaminsaal an.

Unser Vorstandsvorsitzender Dr. Matthias Bonkowski ließ es sich nicht nehmen, alle zu begrüßen, das Kuchen-Buffet zu eröffnen und die anschließende Ehrung einzuleiten. Pastorin Andrea Hammer gab den geistlichen Impuls, und Pastor Christian Schwarz begleitete die Feier musikalisch.

Matthias im Gespräch mit Alfred Schack (sitzend) und Heinz-Alfred Bortmann, Gründungsmitglieder des Sozialwerks.

Matthias im Gespräch mit Alfred Schack (sitzend) und Heinz-Alfred Bortmann, Gründungsmitglieder des Sozialwerks.

So viele Jahre im Sozialwerk kamen da zusammen, als jede und jeder zu Ehrende einzeln auf die Bühne gebeten und mit einer Rede zum persönlichen Werdegang bedacht wurde! Die jeweilige Bereichsleitung bzw. ihre Vertretung ließ jeden und jede spüren, wie dankbar wir für ihr oder sein Engagement über viele (10, 20, 25, 30 und 35) Jahre hinweg sind und wie sehr das ganze Sozialwerk von diesem kontinuierlichen Engagement abhängt, ob bezahlt oder ehrenamtlich.

Sogar zwei unserer Gründungsmitglieder sind der Einladung zum Fest gefolgt: Heinz-Alfred Bortmann und der 91-jährige Alfred Schack beehrten uns mit ihrer Anwesenheit und bereicherten den Sonntagnachmittag. Bleibt zu hoffen, dass auch jüngeren Mitarbeitenden das Sozialwerk so gut gefällt, dass sie länger bleiben werden als die inzwischen branchenüblich kurze Verweildauer.

Darum, liebe Mitarbeitende im Sozialwerk, erzählt weiter, wenn es euch bei uns gefällt und warum es euch gefällt. Wir brauchen Verstärkung – und am liebsten Menschen, die uns viele Jahre lang helfen wollen, Menschen zu helfen.

Petra Fredrich. päd. Leiterin bei Menschenskinners! (links) und Markus Wruck, Bereichsleiter Jugend & Familie (rechts), rahmen "ihre" Geehrten ein.

Petra Fredrich. päd. Leiterin bei Menschenskinners! (links) und Markus Wruck, Bereichsleiter Jugend & Familie (rechts), rahmen „ihre“ Geehrten ein.

Claudia Pritze, stellv. Bereichsleiterin Aktivierung & Pflege, hält die Ansprache...

Claudia Pritze, stellv. Bereichsleiterin Aktivierung & Pflege, hält die Ansprache…

...für die Jubilare und Jubilarinnen ihres Bereichs.

…für die Jubilare und Jubilarinnen ihres Bereichs.

Nicole Nullmeyer (links und rechts), Bereichsleiterin Assistenz & Teilhabe, mit zwei Jubilarinnen ihres Bereichs.

Nicole Nullmeyer (links und rechts), Bereichsleiterin Assistenz & Teilhabe, mit zwei Jubilarinnen ihres Bereichs.

Birgit Köpke (links) freut sich mit "ihren" Geehrten aus der Hauswirtschaft.

Birgit Köpke (links) freut sich mit „ihren“ Geehrten aus der Hauswirtschaft.

Seit zehn Jahren im Ehrenamt ist Annegret Börger; Bereichsleiter Jugend & Familie und Geschäftsleitungsmitglied Markus Wruck (rechts) bringt es auf 30 Jahre im Sozialwerk. Das freut auch Vorstand Dr. Matthias Bonkowski.

Seit zehn Jahren im Ehrenamt ist Annegret Börger; Bereichsleiter Jugend & Familie und Geschäftsleitungsmitglied Markus Wruck (rechts) bringt es auf 30 Jahre im Sozialwerk. Das freut auch Vorstand Dr. Matthias Bonkowski.

Focke Horstmann (rechts) und "seine" Jubilare aus Immobilien & Projektmanagement. Rechts am Klavier: Christian Schwarz

Focke Horstmann (rechts) und „seine“ Jubilare aus Immobilien & Projektmanagement. Rechts am Klavier: Christian Schwarz

 

Aufmerksames Publikum

Aufmerksames Publikum

2. Preis für den FamilienZeitRaum

Große Freude, denn damit hatte niemand gerechnet: Der FamilienZeitRaum des Sozialwerks hat den 2. Platz im „Spendenmarathon“ des Discounters Marktkauf Stuhr gemacht und damit einen Scheck über 600 Euro erhalten. Die Kundinnen und Kunden des Markts hatten die Gelegenheit, Spendenchips in Glasröhrchen zu werfen und damit für verschiedene Initiativen und Vereine zu voten – und fanden nur den TV Stuhr förderungswürdiger als das Sozialwerk, das auf den zweiten Platz gewählt wurde. Und das, obwohl das Sozialwerk ja in Stuhr ziemlich weit weg ist.

Der Marktkauf Stuhr fördert den FamilienZeitRaum übrigens bereits seit vielen Jahren, genauer: seit Gründung des FZR, mit Kaffee, Tee und weiteren Lebensmitteln, die man für einen gemütlichen Kaffeeklatsch so braucht. Ohne dieses Sponsoring wäre es gar nicht möglich, dass der Kaffee im FZR gratis bzw. gegen eine Spende ausgeschenkt wird. Finanziell schlägt sich die Einrichtung immer am Rande des Existenzminimums durch und lebt ganz wesentlich vom großen Engagement der Mitarbeitenden. Sehr willkommen ist daher diese ziemlich überraschende Spende, die Rosi Stöver, Leiterin des FamilienZeitRaums, und Vorstand Dr. Matthias Bonkowski gern entgegennahmen.

Am Anfang waren die Röhrchen noch ganz leer.

Am Anfang waren die Röhrchen noch ganz leer.

 

Judith beim DUOday

Zum DUOday in Bremen am 25. September hatte Judith, Beschäftigte in der Verwaltung der ArBiS, die Gelegenheit, einen Arbeitsplatz in einer großen Bremer Firma kennenzulernen.

Judith im Büro in der Verwaltung der ArBiS

Judith im Büro in der Verwaltung der ArBiS

Am DUOday öffnen Unternehmen, Vereine und Institutionen ihre Türen für Menschen mit Beeinträchtigungen. Gemeinsam bilden sie ein „Duo“: Die teilnehmende Person begleitet für einen Tag eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter und kann in den Berufsalltag hineinschnuppern – wertvolle Erfahrungen für die Teilnehmenden mit einer psychischen, kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigung und gleichzeitig ein Plus an Begegnung, Verständnis und Inklusion in der Arbeitswelt. Arbeitgeberinnen und -geber lernen die Potenziale und Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen kennen, – ein wichtiger Schritt für mehr Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe am Arbeitsleben.

Judith lernte am DUOday das Unternehmen Hansa-Flex kennen und verbrachte mit Hauke in der Marketingabteilung einen Arbeitstag. Hauke lernte Mediengestalter Bild und Ton und ist im Unternehmen Video-Producer. Er filmt und bearbeitet Videos für das Unternehmen und kümmert sich um die Onlinepräsentation und die Social-Media-Kanäle. Seine Ideen bespricht er z. B. mit einer Kollegin über Microsoft Teams per Chat, berichtet Judith. Besprochen wurde z. B., wie eine 3D-Actionfigur mit ChatGPT erstellt werden soll: Ein Foto wird hochgeladen und eine detaillierte Anweisung gegeben, wie die Figur aussehen, welche Kleidung sie tragen und wie die Verpackung aussehen soll. Das fand Judith sehr spannend.

Weitere interessante Einblicke bekam sie in die Unternehmenskultur (viel wird online besprochen) und in Haukes Fotostudio und seine Arbeitswerkzeuge. Er machte mit ihr einen Rundgang durch das große Gebäude und zeigte ihr die unterschiedlichen Abteilungen, vom Vorstand über die Produktion und den Vertrieb bis zur Buchhaltung mit ihren verschiedenen Bereichen. Außerdem hatte sie einen Test über Zeit und Persönlichkeit ausgefüllt und bei einer Online-Besprechung mit den Kolleginnen und Kollegen den Test ausgewertet. Die Verhaltenstendenzen der jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zeitmanagement wurde dann besprochen. Das fand Judith sehr spannend.

Gerne hätte sie Haukes Arbeitsbereich Content und Online Marketing noch näher kennen gelernt, doch dafür war der Tag zu kurz. Auf jeden Fall fühlte sie sich bei Hauke wohl und gut betreut und würde jederzeit wieder am DUOday teilnehmen. Judith empfiehlt allen, die sich für einen bestimmten Beruf oder ein bestimmtes Unternehmen interessieren, diese Chance zu nutzen. Der Termin für den DUOday in Bremen 2026 stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

 

 

Ganz Grambke geht baden – Stadtteilfest im Sommerbad Grambke

Das Stadtteilfest Ganz Grambke geht baden am Samstag den 13.9. war ein buntes Fest für Jung und Alt. Trotz wechselhaftem Wetter ließen sich rund 600 Besucherinnen und Besucher im Grambker Seebad nicht von den kurzen Regenschauern abhalten. 2019 federführend vom Sommerbad und vom Sozialwerk als Sommerfest ins Leben gerufen, ist Ganz Grambke geht baden mittlerweile fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Stadtteils.

Die Rezeptur aus Bewährtem und frischen Ideen zog erneut, so begeisterten die dieses Jahr zum ersten Mal eingeladenen Young Diamondz. Die junge Band sorgte mit eigenen Songs und Cover-Versionen – wie von Beyoncé und Rihanna – für musikalische Highlights. Außerdem überzeugen die drei jungen Musikerinnen nicht nur mit ihrem gesanglichen Talent, sondern auch mit ihren klaren Botschaften gegen Rassismus, Diskriminierung und für Zusammenhalt.

Der Sportverein SVGO e.V. brachte mit beeindruckenden Auftritten wie Dance for Kids, Zumba oder dem Zirkus Fiffix ein feines Unterhaltungsprogramm auf die Bühne. Besonders für die kleinen Gäste war die große Hüpfburg ein wahres Highlight. An den zahlreichen Ständen nutzten die Gäste die Möglichkeit, sich über Initiativen und Vereine zu informieren und selbst aktiv zu werden. Wer weiß zum Beispiel, in welchen Lebensmitteln Alkohol enthalten ist? Das ließ sich im Ratespiel an unserem Stand herausfinden.

Die „Walking Bier-Band“ Tuba Libre schlenderte wie immer musizierend übers Festgelände und stattete zwischendurch den immobilen Bewohnern und Bewohnerinnen unserer Heimstätte am Grambker See einen musikalischen Besuch ab.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem engagierten Team rund um das Grambker Seebad, das diesen wundervollen Tag mit viel Herzblut und ehrenamtlichem Einsatz möglich gemacht hat. Besonderer Dank geht außerdem an den Beirat Burg-Lesum und an alle Vereine und Initiativen, die mit Engagement dabei waren.