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Sommerfest am Grambker See

Das Sozialwerk wird immer internationaler. Nirgends wurde das deutlicher als auf unserem Sommerfest. Bevor es vom Gottesdienst – mit brasilianischem Gastpastor! – direkt aufs Festgelände am Grambker See ging, sollten alle ihren Geburtsort auf ausgestellten Landkarten markieren. Klar, die meisten von uns kommen aus Deutschland, und zwar vor allem aus Bremen, aber doch beeindruckend viele setzten ihre Nadel in andere Länder und Kontinente. Und gerade die Gruppe der Auszubildenden um unsere Praxisanleiterinnen Irina und Lucie war eindeutig internationaler als noch vor ein paar Jahren. Wie schön, dass sie ihren Weg zu uns ins Sozialwerk gefunden und sich für den Pflegeberuf entschieden haben!

Dass Essen war wieder sehr lecker, könnte jedoch mehr Internationalität vertragen. Falafel war schon ein guter Anfang! Vielleicht können unsere neuen Kollegen und Kolleginnen uns da den einen oder anderen Tipp geben. Apropós Tipp: Viele wussten, dass die ArBiS einen Stand anbietet, an dem Geburtstagsgutscheine eingelöst werden konnten. Und tatsächlich gab es einen kleinen Ansturm auf die Vogelhäuser, Backmischungen und Spielereien, die Renée nicht müde wurde, an die Frau und den Mann zu bringen. Ohne Pause gingen die Gutscheine über den Tisch, und wenn nicht aufmerksame Kolleginnen ihr ab und zu ein Eis oder ein Getränk vorbeigebracht hätten, wäre sie trotz all der Stände unversorgt geblieben. Sie hatte einfach keine Zeit zum Schlangestehen.

Und wo wir gerade bei Spielereien sind: Andrang gab es auch bei den Kickern, die passend zur WM als Teil der Deko herumstanden. Tischler Hans war einer  der begeisterten Nutzer und Nutzerinnen. Er fand es „schön, dem ganzen Sozialwerk in Zivil zu begegnen. Augenhöhe fast überall. Außer beim Kicker, da waren die Chefs von ÖA und Sozialwerk ihren Angestellten unterlegen.“

Schön wars und hat Spaß gemacht. Ein sehr großes und herzliches Dankeschön an das Sommerfest-Komitee, das wieder alles rund und gut geplant und organisiert hatte, und an die vielen weiteren helfenden Hände, die zur Realisierung beitrugen! Dafür gab es vom Vorstand Geschenke und großen Applaus von allen.

 

Jörg und Matthias heißen alle willkommen

Jörg und Matthias heißen alle willkommen

Wo wir herkommen

Wo wir herkommen

Danke, Festkomitee!

Danke, Festkomitee!

20 Jahre Find.us

20 Jahre Find.us! Der Kinder-Secondhand-Laden feiert Geburtstag und zwei Jahrzehnte gute Nachbarschaft in Findorff. Kaum zu glauben, dass der rein spendenfinanzierte und auf Ehrenamtsarbeit angewiesene Laden so lange durchgehalten hat – und besser dasteht als je zuvor. 26 Teammitglieder erledigen selbstorganisiert alle anfallenden Arbeiten mit Leidenschaft, Engagement und Teamgeist, vom Sortieren und Verkaufen bis zur Fensterdekoration. Die Kundschaft ist nach all den Jahren riesengroß geworden, kommt mittlerweile nicht nur aus Findorff, sondern auch aus weit entfernten Bremer Stadtteilen.

Was ist das Besondere an Find.us? Hier gibt es wirklich sehr gut erhaltene oder ganz neue Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher und Zubehör. Der Verkauf läuft nicht in einem fixen Preissystem, sondern nach Ermessen der Verkaufsperson. Hier kennt man sich, und es ergibt sich oft ein Gespräch. Und jeder Verkaufserlös fließt in die Projektarbeit des Mutter-Vater-Kind-Hauses Bethanien, das genau wie der Laden ein Teil von Menschenskinners! ist. Der ehemalige Verein gehört seit knapp drei Jahren zum Sozialwerk der Freien Christengemeinde Bremen.

„Es fällt mir schwer, den Laden loszulassen“, sagt Trixi, für die das Geburtstagsfest des Ladens zugleich ein Abschiedsfest ist, denn sie verlässt Find.us demnächst. 18 Jahre hat sie den Laden begleitet und gehütet, aber jetzt brauchen Kinder und Enkelkinder sie. Aber sicher wird sie auch weiterhin ein offenes Ohr für „ihre“ Ehrenamtlichen haben.

 

Trixi Fäsenfeld (links) übergibt ihre Aufgaben in der Organisation von Find.us an Zach Shay (rechts). Geschäftsführer Dr. Matthias Bonkowski (2.v.r.) und Prokurist Markus Wruck freuen sich über den geglückten Wechsel in der "Haus"-Verwaltung.

Trixi Fäsenfeld (links) übergibt ihre Aufgaben in der Organisation von Find.us an Zach Shay (rechts). Geschäftsführer Dr. Matthias Bonkowski (2.v.r.) und Prokurist Markus Wruck freuen sich über den geglückten Wechsel in der „Haus“-Verwaltung.

Herzlich Willkommen zur Geburtstagsfeier

Herzlich Willkommen zur Geburtstagsfeier

Fußball-Deko im Fenster

Fußball-Deko im Fenster

Jubiläumskuchen

Jubiläumskuchen

Viel Glück beim Drehen wünschen die Mitarbeiterinnen

Viel Glück beim Drehen wünschen die Mitarbeiterinnen

Kolleginnen im Einsatz

Kolleginnen im Einsatz

Großes Angebot

Großes Angebot

Viel Glück!

Viel Glück!

Volle Lager

Volle Lager

 

B2Run 2026

Wir waren dabei! Unser Team beim B2Run 2026 schlug sich hervorragend, und offensichtlich hatten auch alle viel Spaß dabei.

Die schnellsten Frauen im Sozialwerk waren dieses Jahr Franziska Raschdorf und Hannah Tauschke, die sich den ersten Platz teilen, gefolgt von Shaymaa Allouh (2.) und Nadine Baumann (3.). Von den männlichen Sozialwerkern waren Ibrahim Al Zohry (1.), Olaf Bruns (2.) und Emanuel Jacob (3.) die Schnellsten. Und wer hatte den größten Spaß auf der Strecke? Darüber gibt es leider keine Statistik, aber den Fotos nach verteilte sich der fröhliche Teamgeist auf viele von uns, die mitgelaufen sind oder an der Strecke angefeuert haben.

Allen B2Runnern einen herzlichen Glückwunsch zu ihrer Leistung und ein riesengroßes Dankeschön für den Einsatz! Der Dank gilt ebenso unserer Organisatorin Tina Bewersdorf, die sich wieder hervorragend um alles gekümmert und auch einige Fotos beigesteuert hat!

Mit Samba-Unterstützung!

Mit Samba-Unterstützung!

 

Ibrahim Al Zohery, Olaf Bruns und Jens Bonkowski beim Zieleinlauf (von links)

Ibrahim Al Zohery, Olaf Bruns und Jens Bonkowski beim Zieleinlauf (von links)

 

Hinter den Kulissen: Videodreh in der Tagespflege Oslebshausen

Neulich kam ein kleines Filmteam von Gröpelingen Marketing zu uns in die Tagespflege am Oslebshauser Park, um Fragen zu stellen und ein Image-Video zu drehen: Was ist das Sozialwerk? Wer sind wir, und was machen wir so?

Das Sozialwerk stellt sich am 7. Juni 2026 beim Oslebshauser Dorffest mit einem Info-Stand vor, und das Video ist Teil des digitalen Rahmenprogramms, in dem alle Unternehmen und Initiativen, die beim Dorffest mitmachen, in Kurzvideos präsentiert werden. Unser Video ist ab Freitag, den 22. Mai, bei Gröpelingen Marketing auf Instagram zu sehen.

Das Oslebshauser Dorffest findet am verkaufsoffenen Sonntag, den 7. Juni 2026, von 11-17 Uhr statt, erstmals im Sander-Center. Wir freuen uns auf viele Gäste und Interessierte, die unser Glücksrad drehen und mit uns ins Gespräch kommen möchten!

Weitere Infos hier.

Trotz des Trubels lassen sich die Tagesgäste ihren Sport nicht nehmen.

Trotz des Trubels lassen sich die Tagesgäste ihren Sport nicht nehmen.

 

 

Der Zukunftstag 2026 im Sozialwerk

Um die 20 Schülerinnen und Schüler nutzten auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, in die Welt der Erwachsenen einzutauchen und einen Tag voller neuer Eindrücke, spannender Einblicke und vielleicht sogar erster Ideen für die eigene Zukunft zu erleben. Egal ob im Büro, in der Werkstatt, in der Heimstätte oder ganz woanders – jeder Schritt zählt auf dem Weg zum Traumberuf. Eine der jungen Damen hat ihn schon gefunden: Pflegefachfrau. Wir freuen uns darauf, dich in drei, vier Jahren zur Ausbildung im Sozialwerk zu begrüßen!

Die Mädels in der Zentralküche haben geholfen, 700 Portionen Hühnerfrikassee zu kochen, und hatten viel Spaß dabei. Ob sich eine von ihnen einmal zu den Sternen kochen wird? Wer weiß, vielleicht war das heute der Anfang von etwas Großem.

Der Zukunftstag – auch bekannt als Girls‘ Day und Boys‘ Day – ist ein bundesweiter Aktionstag, an dem Kinder und Jugendliche Einblick in Berufe und Studienfelder bekommen, die für sie noch neu oder untypisch sind. Am Zukunftstag öffnen Unternehmen, Behörden, Hochschulen und Organisationen ihre Türen, sodass junge Menschen ihre Interessen entdecken, praktische Erfahrungen sammeln und Ideen für ihre berufliche Zukunft entwickeln können. Ziel ist es, Perspektiven zu erweitern und Mut für neue Wege zu machen.

Angeregte Spielerunde

Angeregte Spielerunde

Eine der beiden weiß schon genau: Sie will Pflegefachfrau werden.

Eine der beiden weiß schon genau: Sie will Pflegefachfrau werden.

 

Gemeinsam ein Zeichen setzen: Pflanzaktion „Vergiss-mein-nicht“

Zwischen Liebe, Verantwortung und Herausforderung: Wenn Angehörige Menschen mit Demenz pflegen

Die Diagnose Demenz verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihrer Familien. Oft sind es Ehepartner:innen, Kinder oder enge Angehörige, die die Pflege übernehmen – aus Liebe, Verbundenheit und dem Wunsch heraus, den vertrauten Menschen bestmöglich zu begleiten. Doch diese Aufgabe bringt neben vielen berührenden Momenten auch große Herausforderungen mit sich.

Der Alltag verändert sich. Dinge, die früher leicht waren, brauchen plötzlich Zeit und Geduld. Gespräche verlaufen anders, Erinnerungen verschwinden, Orientierung geht verloren. Manchmal entstehen Situationen, die schwer auszuhalten sind – etwa wenn ein vertrauter Mensch einen nicht mehr erkennt.

Für Angehörige bedeutet das, sich immer wieder neu anzupassen. Neben all den praktischen Aufgaben ist es vor allem die emotionale Belastung, die Kraft kostet. Viele stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück, funktionieren einfach weiter und versuchen, allem gerecht zu werden. Und trotzdem: Es gibt sie, die besonderen Momente. Ein Lächeln, eine Berührung, ein kurzer Augenblick von Nähe. Diese kleinen Lichtblicke sind oft das, was trägt.

Umso wichtiger ist es, sich Unterstützung zu holen. Denn so sehr man helfen möchte – niemand muss und sollte diese Aufgabe allein bewältigen.

Wie Tagespflege entlasten kann

Unsere Tagespflegeeinrichtungen können hier eine große Entlastung sein. Menschen mit Demenz verbringen dort den Tag in einer sicheren Umgebung, mit festen Strukturen, gemeinsamen Aktivitäten und professioneller Begleitung. Für sie bedeutet das Abwechslung, soziale Kontakte und oft auch neue Impulse.

Für Angehörige entsteht dadurch Freiraum. Zeit zum Durchatmen, für Erledigungen oder einfach für sich selbst. Und nicht zuletzt die Gewissheit, dass der geliebte Mensch gut betreut ist.

Wenn die Pflege zu Hause irgendwann nicht mehr ausreicht, kann auch eine stationäre Einrichtung ein wichtiger Schritt sein, wie unsere Heimstätte Ohlenhof. Das fällt vielen Familien nicht leicht – und ist oft mit vielen Gedanken und Gefühlen verbunden. Gleichzeitig bieten solche Einrichtungen genau die Unterstützung, die im Alltag irgendwann notwendig wird: ein geschütztes Umfeld, erfahrenes Personal und eine Betreuung, die sich an den individuellen Bedürfnissen orientiert.

Am Ende geht es darum, gemeinsam einen Weg zu finden, der für alle tragbar ist. Einen Weg, der sowohl die Bedürfnisse der erkrankten Person als auch die der Angehörigen im Blick behält.

Denn bei aller Herausforderung gilt: Niemand muss diesen Weg allein gehen.

Unsere Tagespflege Ohlenhof und die Heimstätte Angebote für Menschen mit demenziellen ErkrankungenGemeinsam zeigen wir: Ihr seid nicht allein

Mit der Pflanzaktion möchten wir ein sichtbares Zeichen der Solidarität für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen setzen.

Die Aktionswoche wurde initiiert von der DIKS (Demenz und Informations- und Koordinationsstelle Bremen e.V.) und dem Arbeitskreis „bremer forum demenz“, ein Zusammenschluss von Praktiker:innen aus ganz Bremen. Die DIKS bietet kostenlose Beratungen an und setzt sich in ihrer Arbeit dafür ein, die Lebensbedingungen für demenziell Erkrankte und deren Familien zu verbessern.

Die Vergiss-mein-nicht-Blume steht dabei nicht zufällig im Mittelpunkt dieser Aktion. Sie ist ein starkes Symbol für Erinnerung, Wertschätzung und Verbundenheit. Werte, die im Umgang mit Menschen mit Demenz eine ganz besondere Rolle spielen. Denn auch wenn Erinnerungen verblassen, bleibt das Bedürfnis nach Nähe, Respekt und menschlicher Zuwendung bestehen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Aktion unterstützt und möglich gemacht haben. Durch das gemeinsame Engagement entsteht ein starkes Zeichen – für mehr Verständnis, mehr Miteinander und mehr Menschlichkeit im Alltag.

Wir im Sozialwerk nehmen schon im zweiten Jahr an dieser Aktion teil.

Mit unserer Pflanzaktion setzen wir ein Zeichen der Solidarität für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

 

 

Die ArBiS räumt auf

Bremer Aufräumtage: Die ArBiS war wieder mit Begeisterung dabei! Sechzehn helfende Hände sammelten den Müll auf, der in Gröpelingen so rumlag. Dieses Jahr hatten sie vorausschauend einen Anhänger dabei, der dann tatsächlich dreimal übervoll wurde. Und das, obwohl die Schulen vor Ort bereits viel Unrat eingesammelt hatten.

Werkstattsleiterin Annkatrin: „Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es war zwar recht windig, aber der Regen setzte erst ein, nachdem wir bei mir im Büro eingekehrt waren, um uns mit Kaffee und Tee zu wärmen und mit etwas Süßkram und Äpfeln die abgearbeiteten Kalorien wieder zuzuführen.“

Das hatten sich alle acht verdient, Müllsammeln ist anstrengend. Hoffentlich sind die Straßen, Parks und Grünstreifen nicht direkt wieder zugemüllt.

 

 

Chor-Konzert in der Shakespeare Company

Kraftvoll singen die Frauen von ihrem Land, das in Trümmern liegt, von Schmerz und Verlust, von Liebe, dem inneren Licht und dem Kreislauf des Lebens, der Kraft des Weiblichen zu Erneuerung und Wiedergeburt. Dazwischen ertönen laut helle Mädchenstimmen, ein Zusammenklang der Generationen, hoffnungsvoll und stark.

Der ukrainische Kinderchor des Sozialwerks durfte beim Konzert des Frauenchors Gloria UA mit auf die Bühne der Shakespeare Company. Das Release-Konzert stellte das Album Hoya vor, auf dem auch der Song Sonnenschein zu hören ist – eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Kinderchor, zu dem dieser auf die Bühne stürmte. Anna Chulkova, die Leiterin des Kinderchors, begleitete die kleinen Sängerinnen und Sänger und half, dass jede und jeder einen Platz fand. Und dann gab es eine vielstimmige, mitreißende Hymne an die Sonne, ihre Wärme und ihre lebensspendende Kraft.

Die 25 Choristinnen von Gloria UA kommen aus der gesamten Ukraine, sie sind vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet und fanden in Bremen unter der Leitung der aus Charkiw stammenden und ebenfalls nach Bremen geflüchteten Sängerin Yana Wermuth zusammen. Auf der Bühne singen sie von ihrer Situation, wie sie hier wieder Boden unter den Füßen spüren und ihre neue Zukunft in Deutschland gestalten. Immer begleitet von ihrer Band, präsentierten sie ein breites Spektrum aus Rock, Pop, Balladen und traditionellem ukrainischen Gesang mit eigens dafür geschriebenen Songs.

Die Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Kinderchor ist auch Nachwuchsförderung für den Frauenchor, denn aus den Mädchen werden, wenn es gut läuft, einmal erwachsene Sängerinnen.

Yana Wermuth und Falko Wermuth begrüßen die Gäste

Yana Wermuth und Falko Wermuth begrüßen die Gäste

Der Frauenchor Gloria UA legt los

Der Frauenchor Gloria UA legt los

Der Kinderchor singt mit

Der Kinderchor singt mit

Sponsoring von Erinnerungen und Emotionen

Spiele und Filme können für ältere Menschen – mit oder ohne Demenz – weit mehr sein als nur Zeitvertreib. Sie sind Brücken in die eigene Vergangenheit, wecken Erinnerungen, stärken Emotionen und schaffen Verbindung zu anderen Menschen.

Darum wurden jetzt wieder in der Stadtbibliothek Gröpelingen besondere Bücher und weitere Medien für Senioren und Seniorinnen angeschafft, ermöglicht durch Spenden des Vereins der Freunde der Stadtbibliothek Bremen. Die Bibliothekarin Susanne Künne kommt regelmäßig mit Bücherkisten und Hündin Lotte auch in unsere Einrichtungen und stellt Material vor, das kostenlos ausgeliehen werden kann. Unsere Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich jedes Mal sehr über den Besuch. Gerade alte Filme, Musik und Erinnerungsquizspiele sind sehr beliebt.

Im Februar besuchte eine Delegation die Heimstätte Ohlenhof, neugierig, wie die gesponserten Medien in der Praxis ankommen. Einrichtungsleiterin Vera Strech und die Beschäftigungskräfte ihres Teams, Monika Drews, Claudia Chibani, Sabrina Schulz und Tanja Voß, hießen die Vorstandsmitglieder des Vereins – Dr. Helga Trüpel und Cornelius Neumann-Redlin – sowie die stellv. Direktorin der Stadtbibliothek Bremen Anika Schmidt und Susanne Kühne mit Lotte herzlich willkommen. Die Gäste sahen und hörten genau zu, wie Mensch und Material aufeinandertrafen. Eindeutiges Ergebnis: Freude über jedes Spiel, jeden Film und jedes Buch.

Klassische Gesellschafts- oder Kartenspiele begleiten viele Menschen seit ihrer Jugend. Schon das Geräusch vom Kartenmischen oder von rollenden Würfeln kann vertraute Gefühle hervorrufen. Für ältere Menschen ohne Demenz fördern solche Spiele Konzentration, strategisches Denken und soziale Interaktion. Für Menschen mit Demenz ist eher das gemeinsame Erleben zentral. Vereinfachte Spielvarianten, große Spielkarten oder Spiele mit Bildern aus früheren Zeiten – etwa Motive aus den 1950er- oder 1960er-Jahren – können Erinnerungen aktivieren. Das Ziel ist nicht das Gewinnen, sondern das Gefühl von Zugehörigkeit und Freude. Auch digitale Spiele können geeignet sein, wenn sie einfach gestaltet sind. Musik- oder Quizspiele mit bekannten Schlagern regen Gespräche an: „Weißt du noch, damals…?“ – ein Satz, der oft eine Kette wertvoller Erinnerungen auslöst.

Filme haben eine besondere Kraft, weil sie Bilder, Musik und Geschichten verbinden. Klassiker wie Die Feuerzangenbowle, Sissi oder internationale Filme wie Casablanca erinnern viele ältere Menschen an Kinobesuche in jungen Jahren. Beim gemeinsamen Anschauen entstehen Gespräche über erste Dates, Tanzabende oder die Zeit nach dem Krieg.

Für Menschen mit Demenz sind vertraute Filme besonders wertvoll. Selbst wenn Details der Handlung vergessen werden, bleiben Gefühle und Stimmungen oft erhalten. Eine bekannte Melodie oder ein vertrautes Gesicht kann Sicherheit vermitteln. Erinnerungen sind eng mit Emotionen verbunden. Spiele und Filme können Freude, Nostalgie, manchmal auch Wehmut hervorrufen. Diese Gefühle sind Teil der eigenen Lebensgeschichte. Gerade bei Demenz, wenn vieles im Alltag unsicher erscheint, geben vertraute Inhalte Halt und stärken das Gefühl: „Das bin ich. Das habe ich erlebt.“

Der Besuch bestätigte, dass Spiele und Filme wertvolle Werkzeuge in der Begleitung älterer Menschen sind. Sie fördern geistige Aktivität, wecken Erinnerungen und stärken Emotionen. Besonders bei Menschen mit Demenz können vertraute Inhalte Sicherheit und Lebensfreude schenken – und ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das jede Spende rechtfertigt.

"Dalli-Klick"

„Dalli-Klick“

Dalli-Klick

Aktivierendes Kugelspiel

Aktivierendes Kugelspiel

 

 

Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz

Jedes Jahr im Januar sind Christen und Christinnen aller Konfessionen eingeladen, an der Internationalen Gebetswoche teilzunehmen, 2026 unter dem Motto Gott ist treu. Weltweit gibt es eine ganze Woche lang Gottesdienste, Gebetsrunden, Veranstaltungen und Zusammenkünfte, mit denen die Einheit aller Christinnen und Christen gestärkt und gefeiert wird.

In Bremen fand am Donnerstag das traditionelle Netzwerktreffen statt, diesmal in der Gemeinde St. Matthäus. 20 Stände präsentierten ihre Werke und Initiativen in der großen Bandbreite christlicher Arbeit in der Stadt und der Region. Das Sozialwerk teilte sich den Stand mit der Tochtergesellschaft Menschenskinners!. In zahlreichen Gesprächen und Begegnungen an den Ständen, im Flur und ganz besonders am üppigen Büfett ergab sich ein lebendiges Miteinander.

Die meisten gingen anschließend in den Gottesdienst oder verfolgten die Predigten und Beiträge auf den Bildschirmen im Foyer der gastgebenden Gemeinde St. Matthäus.