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Klimaschutz: Leitungswasser trinken!

Im Rahmen des Projekts Nachhaltig satt – Ressourceneffizient verpflegen in der Sozialen Arbeit hat sich unser Verband, der Paritätische Gesamtverband, unter den Mitgliedern umgehört und ist auf uns mit einer Interviewanfrage zum Thema Trinkwasserversorgung in Pflegeheimen zugekommen. Denn hier sind wir (wieder einmal) Pioniere des Guten.

Birgit Köpke, Fachbereichsleiterin Hauswirtschaft im Sozialwerk, stand Rede und Antwort:

Wir versorgen unsere Bewohnerinnen und Bewohner seit circa fünf Jahren mit Leitungswasser und waren damit eine der ersten Einrichtungen in Bremen. Wir haben schrittweise in allen drei stationären Pflegeeinrichtungen umgestellt und nutzen leitungsgebundene Filteranlagen. Die Reinigung funktioniert über UV-Licht und Filter, damit sind wir sehr zufrieden.

Was war bei euch das ausschlaggebende Argument für die Umstellung?

Neben Argumenten der Nachhaltigkeit und den Kosteneinsparungen war bei uns ein großes Thema, die körperliche Arbeit der Hauswirtschaftskräfte zu reduzieren. Das Schleppen der vielen Kisten war körperlich sehr belastend, das fällt jetzt weg, und es müssen nur noch Flaschen gespült werden.

Was sind eure Tipps für die Umstellung?

Es ist ganz wichtig, Ängste ernst zu nehmen. Wir haben die Umstellung schrittweise gemacht und hatten am Anfang noch einige gekaufte Wasserflaschen vor Ort. Die Menschen konnten sich so langsam an die neuen Flaschen gewöhnen. Vorher hatten sie Wasser aus Plastikflaschen auf Zimmertemperatur, auch bei heißen Temperaturen. Jetzt können sie kaltes Wasser trinken, wenn sie möchten, und den Kohlensäuregehalt selbst wählen, die Auswahlmöglichkeiten wissen sie sehr zu schätzen.

Vor der Umstellung haben wir mit dem Gesundheitsamt gesprochen, die Hygiene spielt in Senioreneinrichtungen ja eine große Rolle. Wir machen zweimal jährlich eine Wasserprüfung, die Werte bekommen wir dann zugespielt. Mittlerweile sind die Vorgaben durch viele Geräte gewährleistet, und die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat uns bei der Anschaffung sehr geholfen. Zu Beginn gab es noch Sorgen, dass Leitungswasser nicht genug Mineralien enthält. Das stimmt aber gar nicht – wir haben die Mineralwerte ausgedruckt, das hat sowohl Mitarbeitende als auch Bewohnerinnen und Bewohner überzeugt.

Noch ein Tipp aus der Hauswirtschaft: Leitungswasser in einem Glaskrug mit Obst anreichern und z.B. mit Apfelstückchen, Beeren oder Orangenscheiben servieren — ein Genuss für Auge und Gaumen!

 

Hundebesuch am Grambker See

„Snoopy!“ lockt Frau H. und streckt den Arm nach Jule aus, einen der zwei Riesenpudel, die regelmäßig zu Besuch in der Heimstätte am Grambker See sind. Trainerin Ina Kirsanovs kommt regelmäßig mit Jule und Cosima zu Besuch, und die pflegebedürftigen Damen und Herren freuen sich schon immer sehr auf die flauschigen Gäste.

Die Tiere aktivieren die Menschen, lockern den Tag auf und sorgen für Abwechslung. Lieb und gut erzogen wie sie sind, machen sie alles mit — denn sie wissen ja, dass es reichlich Belohnungen gibt. So hören sie (meistens) aufs Wort. „Snoopy“ ist eins der Wörter, die die Trainerin den Anwesenden beigebracht hat. Es bedeutet „Komm her und lass dich von mir streicheln“. Es gibt auch das Gegenteil: „Abstand!“ mit einer abwehrenden Geste bedeutet, dass der Hund nicht näher kommen soll. So können alle — Mensch wie Hund — in jeder Situation selbst entscheiden, wieviel Nähe jetzt gut ist.

Bei jedem Besuch gibt es ein Tagesthema, um das sich der Nachmittag dreht. An diesem Septembertag ist das Thema Urlaub. Ina Kirsanovs zeigt allen großformatige Fotos vom gemeinsamen Urlaub mit den Hunden an der Ostsee. Es gibt viel zu erzählen, eigene Urlaubserinnerungen werden bei einigen geweckt, man kommt ins Gespräch.

Auch motorisch wird die Gruppe gefordert. Die Hunde werden aufgeregt, denn sie kennen den nächsten Programmpunkt schon. Kleine Beutel mit Leckerli sollen von den Damen und Herren versteckt und von Jule und Cosima erschnüffelt werden. Die Leckerli winken als Belohnung. Die Betreuungskräfte helfen mit dem Verstecken, dann entsteht hektisches Gewusel, und am Ende sind alle Beutel gefunden und leergefuttert, Aufgabe erfüllt!

Die Trainerin hat zwei Rollen Toilettenpapier mitgebracht, Jule und Cosima warten gespannt ab, sie wissen schon wieder, was kommt. Die Menschen bekommen die Aufgabe, die Hundeleckerli in den Rollen zu verstecken, bis beide gut gespickt sind. Die Betreuungskräfte Andrea und Moreno helfen dabei. Dann dürfen sich Jule und Cosima je auf eine Rolle stürzen, und Ina Kirsanovs nimmt die Zeit: Wer schafft es am schnellsten, alle Leckerli aus der Rolle zu fressen? Manche der Anwesenden fiebern mit ihrem Lieblingshund mit.

Noch einige weitere Aufgaben stellt die Trainerin Hunden und Menschen an diesem Nachmittag, der wie immer abwechslungsreich ist und für viel Freude sorgt. Tiere tun Menschen gut, und gerade, wenn vieles andere aus dem gewohnten Alltag wegfällt, können sie dafür sorgen, dass der Mensch sich lebendig und verbunden fühlt. Dass diese Nachmittage regelmäßig in der Heimstätte Grambke stattfinden, haben wir einer der Bewohnerinnen zu verdanken, die die Hundebesuche bereits aus einer anderen Einrichtung kannte und sich dafür im Sozialwerk stark gemacht hat: „Erst wollten sie das nicht und lehnten es ab. Aber ich hab nicht locker gelassen!“, verriet Frau K. lachend. Gut, dass sie sich durchgesetzt hat.

Urlaubsfotos werden gezeigt

Urlaubsfotos werden gezeigt

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Klorollen-Spiel

Klorollen-Spiel

Streicheln tut gut — allen

Streicheln tut gut — allen

 

Kinderbesuch in Grambke

Premiere! Zum ersten Mal trafen sich Alt und Jung zu einem intergenerationellen Spieletag in der Heimstätte Grambke.

Betreuungskraft Inga hatte bereits viel über das Konzept gelesen und wollte unbedingt einmal selbst erleben, wie ungeheuer positiv die Begegnung mit Kindern auf die Senioren und Seniorinnen wirkt. Und auf die Reaktion der Kinder war sie auch neugierig. Da traf es sich gut, dass sie Jacqueline kennt, Leiterin des Kindergartens Zwergenland in Lesum. Und so war schnell ein Plan geschmiedet, beide Gruppen zusammenzubringen.

Zum ersten Kennenlernen besuchten einige Kita-Kinder die Bewohner und Bewohnerinnen in der Heimstätte in den Zimmern, es gab erste Begegnungen in kleinen Gruppen. Alle hatten ihren Spaß an den Treffen, eine größere Runde war darum schnell geplant.

Die Hälfte der Zwergenland-Kinder kam nun zu Besuch nach Grambke, schon ganz gespannt auf die vielen „Omas“ und „Opas“, die da auf sie warteten. Zum Aufwärmen wurde getanzt und zusammen gesungen, dann durften alle auf den Spiele-Parcours. Beim Entenangeln und verschiedenen Wurfspielen kamen sich kleine und große Menschen näher. Es gibt Dinge, die die einen noch nicht und die anderen nicht mehr können, da halfen sie sich gegenseitig, verrieten sich Geheimnisse und griffen gemeinsam in die Belohnungsbox mit den Süßigkeiten. Auch die Betreuer und Betreuerinnen von Groß und Klein wurden für ihr Engagement mit vielen schönen Momenten belohnt.

Zum Abschied ließen es alle zusammen noch mal ordentlich krachen: Der „Gute-Laune-Song“ riss alle mit, und mit Spaß und viel Energie wurde es laut im Festsaal der Heimstätte.

Die andere Hälfte der Kinder aus der Kita Zwergenland steht schon in den Startlöchern, um einen ebenso tollen Nachmittag mit den „Omas“ und Opas“ in Grambke zu verbringen.

Gemeinsam gelingt es

Gemeinsam gelingt es

Herr H. verrät einen Kartentrick

Herr H. verrät einen Kartentrick

Ach so!

Ach so!

Immer umlagert: das Entenangeln

Immer umlagert: das Entenangeln

Wie Löcherwerfen geht, ist schnell erklärt

Wie Löcherwerfen geht, ist schnell erklärt

Und jetzt Wurfbahn frei!

Und jetzt Wurfbahn frei!

Dosenwerfen

Dosenwerfen

Manch einer guckt lieber aus sicherer Distanz zu

Manch einer guckt lieber aus sicherer Distanz zu

Ein Nickerchen im größten Trubel

Ein Nickerchen im größten Trubel

Großes Spieleangebot

Großes Spieleangebot

 

 

Markt der Möglichkeiten im Walle-Center

Eine Info-Messe für die ältere Generation fand zum zweiten Mal im Walle-Center statt. Organisiert vom Arbeitskreis Älter werden im Bremer Westen, präsentierten sich Einrichtungen und Dienste mit einem vielseitigen Angebot für Seniorinnen und Senioren. Vera Strech, Leiterin der Heimstätte Ohlenhof, vertrat mit Charme und Sachkenntnis das Sozialwerk.

Die Menschen kommen jeden Tag zum Einkaufen hierher, dann können sie gleich nützliche Informationen mitnehmen, die sie früher oder später brauchen werden, so die Idee. Das Konzept geht auf, denn die Leute kommen sowieso und müssen sich nicht extra auf den Weg machen. Allerdings machte der Grambker Shanty-Chor so gute Stimmung, dass sicherlich einige Leute mehr von der Musik als vom bunten Treiben angezogen wurden.

Viele wissen nicht, was es alles an Diensten und Institutionen im Bremer Westen gibt, um den altersbedingt schwieriger werdenden Alltag besser zu bewältigen. Und dass es oft kaum etwas oder sogar gar nichts kostet, diese in Anspruch zu nehmen. So bietet das Sozialwerk z.B. in Gröpelingen und in Oslebshausen die Möglichkeit an, die Tagespflege zu besuchen, und die Kosten übernimmt die Pflegekasse, abhängig vom Pflegegrad. Oder auch der Ambulante Betreuungsdienst, den man ebenfalls kassenfinanziert buchen kann.

Der Arbeitskreis hat eine Broschüre zum Thema zusammengestellt, mit Infos und Kontaktdaten zu allen relevanten Einrichtungen im Bremer Westen, erhältlich bei LIGA Gesundheitszentrum Gröpelingen:

https://liga-groepelingen.de/aktuelles/veroeffentlichungen/

 

 

Sponsoring von Erinnerungen und Emotionen

Spiele und Filme können für ältere Menschen – mit oder ohne Demenz – weit mehr sein als nur Zeitvertreib. Sie sind Brücken in die eigene Vergangenheit, wecken Erinnerungen, stärken Emotionen und schaffen Verbindung zu anderen Menschen.

Darum wurden jetzt wieder in der Stadtbibliothek Gröpelingen besondere Bücher und weitere Medien für Senioren und Seniorinnen angeschafft, ermöglicht durch Spenden des Vereins der Freunde der Stadtbibliothek Bremen. Die Bibliothekarin Susanne Künne kommt regelmäßig mit Bücherkisten und Hündin Lotte auch in unsere Einrichtungen und stellt Material vor, das kostenlos ausgeliehen werden kann. Unsere Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich jedes Mal sehr über den Besuch. Gerade alte Filme, Musik und Erinnerungsquizspiele sind sehr beliebt.

Im Februar besuchte eine Delegation die Heimstätte Ohlenhof, neugierig, wie die gesponserten Medien in der Praxis ankommen. Einrichtungsleiterin Vera Strech und die Beschäftigungskräfte ihres Teams, Monika Drews, Claudia Chibani, Sabrina Schulz und Tanja Voß, hießen die Vorstandsmitglieder des Vereins – Dr. Helga Trüpel und Cornelius Neumann-Redlin – sowie die stellv. Direktorin der Stadtbibliothek Bremen Anika Schmidt und Susanne Kühne mit Lotte herzlich willkommen. Die Gäste sahen und hörten genau zu, wie Mensch und Material aufeinandertrafen. Eindeutiges Ergebnis: Freude über jedes Spiel, jeden Film und jedes Buch.

Klassische Gesellschafts- oder Kartenspiele begleiten viele Menschen seit ihrer Jugend. Schon das Geräusch vom Kartenmischen oder von rollenden Würfeln kann vertraute Gefühle hervorrufen. Für ältere Menschen ohne Demenz fördern solche Spiele Konzentration, strategisches Denken und soziale Interaktion. Für Menschen mit Demenz ist eher das gemeinsame Erleben zentral. Vereinfachte Spielvarianten, große Spielkarten oder Spiele mit Bildern aus früheren Zeiten – etwa Motive aus den 1950er- oder 1960er-Jahren – können Erinnerungen aktivieren. Das Ziel ist nicht das Gewinnen, sondern das Gefühl von Zugehörigkeit und Freude. Auch digitale Spiele können geeignet sein, wenn sie einfach gestaltet sind. Musik- oder Quizspiele mit bekannten Schlagern regen Gespräche an: „Weißt du noch, damals…?“ – ein Satz, der oft eine Kette wertvoller Erinnerungen auslöst.

Filme haben eine besondere Kraft, weil sie Bilder, Musik und Geschichten verbinden. Klassiker wie Die Feuerzangenbowle, Sissi oder internationale Filme wie Casablanca erinnern viele ältere Menschen an Kinobesuche in jungen Jahren. Beim gemeinsamen Anschauen entstehen Gespräche über erste Dates, Tanzabende oder die Zeit nach dem Krieg.

Für Menschen mit Demenz sind vertraute Filme besonders wertvoll. Selbst wenn Details der Handlung vergessen werden, bleiben Gefühle und Stimmungen oft erhalten. Eine bekannte Melodie oder ein vertrautes Gesicht kann Sicherheit vermitteln. Erinnerungen sind eng mit Emotionen verbunden. Spiele und Filme können Freude, Nostalgie, manchmal auch Wehmut hervorrufen. Diese Gefühle sind Teil der eigenen Lebensgeschichte. Gerade bei Demenz, wenn vieles im Alltag unsicher erscheint, geben vertraute Inhalte Halt und stärken das Gefühl: „Das bin ich. Das habe ich erlebt.“

Der Besuch bestätigte, dass Spiele und Filme wertvolle Werkzeuge in der Begleitung älterer Menschen sind. Sie fördern geistige Aktivität, wecken Erinnerungen und stärken Emotionen. Besonders bei Menschen mit Demenz können vertraute Inhalte Sicherheit und Lebensfreude schenken – und ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das jede Spende rechtfertigt.

"Dalli-Klick"

„Dalli-Klick“

Dalli-Klick

Aktivierendes Kugelspiel

Aktivierendes Kugelspiel

 

 

Kohltour & Filmdreh: Ein voller Tag in der Heimstätte Ohlenhof

An einem knackig-kalten Januartag wagten sich die Menschen aus der Heimstätte Ohlenhof hinaus ins Freie: Mit Bollerwagen, Luftballons und lauter Musik zogen sie über das Gelände in Gröpelingen und stoppten nur, um zu trinken, zu snacken und Spiele zu spielen – eine richtige Bremer Kohltour eben! Trotz strahlender Sonne war es aber bald so kalt, dass die ganze Gruppe zurück ins Warme flüchtete und sich dampfenden Kohl und Pinkel servieren ließ. Darauf hatten sich viele schon sehr gefreut.

Am Nachmittag kam Besuch vom Fernsehen. Eine Journalistin und ein Kameramann von Radio Bremen drehten in der Heimstätte. Sie kamen gerade rechtzeitig, um ein munteres Grüppchen von Spielern und Spielerinnen aufzunehmen, die im Wohnzimmer einen Jakkolo-Wettbewerb austrugen. Aber eigentlich ging es um etwas anderes, nämlich die Kosten für Pflegeheimplätze, die in Bremen gerade besonders stark gestiegen sind. Dazu wurde Bereichsleiter Jens Bonkowski vor der Kamera interviewt.

Abends saßen dann alle vorm Fernseher, um den – leider recht kurzen – Beitrag in Buten un binnen zu verfolgen.

Bereichsleiter Jens Bonkowski wird zur Situation der Pflegebedürftigen in Bremen interviewt.

Bereichsleiter Jens Bonkowski wird zur Situation der Pflegebedürftigen in Bremen interviewt.

Einrichtungsleiterin Vera Strech nach einem langen Tag in der Heimstätte Ohlenhof

Einrichtungsleiterin Vera Strech nach einem langen Tag in der Heimstätte Ohlenhof

 

 

Freimarkt in der Gerontopsychiatrie

Herzlich willkommen zum Freimarktsfest! Detlev und sein Team luden zu einem abwechslungsreichen Nachmittag in der Gerontopsychiatrie in der Heimstätte Ohlenhof. Die Bewohnerinnen und Bewohner kamen aus ihren Zimmern in den frisch renovierten Flur, neugierig, was sich das Team so ausgedacht hatte. Und mit großem Appetit auf die Freimarkts-Leckerchen Fischbrötchen und Hotdogs. Zuvor gab es Kaffee und selbstgebackene Torte – und Berliner und Viktoria.

Schlager aus vergangenen Jahrzehnten weckten Erinnerungen, gute Stimmung lag in der Luft des gemütlichen Speisesaals mit Rundumblick ins Grüne. Grüppchen fanden sich, man half sich gegenseitig beim Setzen, Stühlerücken und Kaffeeeinschenken, und vom Team war auch immer jemand zur Stelle, wenn mal was danebenging oder Kuchennachschub gefragt war. Jeder und jede wird hier gesehen und je nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten unterstützt und begleitet.

Am Glücksrad durften alle drehen, und zwar so lange, bis ein Gewinnfeld getroffen war, niemand sollte leer ausgehen. Am meisten Zulauf hatte das Dosenwerfen, und jeder Wurf wurde vom Publikum am Seitenrand kommentiert. Gekegelt wurde auch, aber mit weichen Kegeln, die lautlos fallen und darum weniger Spaß machen.

Der Nachmittag unterbrach die alltägliche Routine und holte die betreuten Menschen aus ihrem Trott. Jedes Lächeln, jedes Zeichen von Freude und Neugier waren den Aufwand wert. Auch der neu gestaltete Flur mit den Fotos bekannter Orte in Bremen ist so ein Motivator: Die Bilder wecken Erinnerungen und Freude am Wiedererkennen. Detlev ist sehr zufrieden mit der gelungenen Renovierung – vor allem mit der schönen neuen Einbauküche.

Auch das Team der Gerontopsychiatrie hat Neuzugänge: Die neue Kollegin Linda hat sich bereits super eingeführt, und auch Levent, der hier sein Freiwilliges Soziales Jahr macht, ist eine echte Bereicherung für das Team.

Die Festgesellschaft trifft ein.

Die Festgesellschaft trifft ein.

Es geht rund mit Torte und Glücksrad.

Es geht rund mit Torte und Glücksrad.

Linda assistiert am Glücksrad.

Linda assistiert am Glücksrad.

Der neu gestaltete Flur

Der neu gestaltete Flur

(Fast) jeder Wurf ein Treffer!

(Fast) jeder Wurf ein Treffer!

Alles steht parat für die Hotdogs.

Alles steht parat für die Hotdogs.

Lieblingsplatz

Lieblingsplatz

 

 

 

Hoffest auf dem Campus Gröpelingen

Vera Strech (Einrichtungsleiterin), Detlev Dobers (Einrichtungsleiter Gerontopsychiatrie) und Tatjana Milermann (Pflegedienstleiterin) freuen sich über 25 Jahre Heimstätte Ohlenhof.

Vera Strech (Einrichtungsleiterin), Detlev Dobers (Einrichtungsleiter Gerontopsychiatrie) und Tatjana Milermann (Pflegedienstleiterin) freuen sich über 25 Jahre Heimstätte Ohlenhof.

25 Jahre Haus Narnia und 25 Jahre Heimstätte Ohlenhof: zwei Gründe, ausgiebig zu feiern! Einige Hundert Feierlustige kamen an einem sonnig-warmen Freitagnachmittag im August 2025 zusammen, um genau das zu tun. Sie folgten den bunten Bändern aufs Festgelände und verteilten sich über den weitläufigen Campus und an den Essens- und Aktionsständen. Der launigen Begrüßung durch Jens Bonkowski, Markus Wruck und Kerstin Seidler, die Einblicke in die Anfänge der Sozialwerks-Einrichtungen gaben, folgten Grußworte der Ortsamtsleiterin Cornelia Wiedemeyer, die immer wieder gern ihren Weg zu uns findet und diesmal sogar ein Geschenk des Ortsbeirats für die Kinder des Hauses Narnia dabeihatte. Geistlichen Impuls gab Christian Schwarz, der den Segen der Freundschaft feierte.

Eröffnungsworte

Eröffnungsworte

Ortsamtsleiterin Frau Wiedemeyer überreicht dem Haus Narnia einen Geburtstags-Scheck

Ortsamtsleiterin Frau Wiedemeyer überreicht dem Haus Narnia einen Geburtstags-Scheck

Das Hauptprogramm fand teils auf der großen Bühne, teils im Foyer der Heimstätte statt. Dort zeigte Monsieur Rollo den entzückten Gästen, wie aus einer zusammengeklappten, tragbaren Puppe eine lebendige Frau wird – nämlich seine Gattin Beate. Die erstaunliche Show mit viel Witz, Können und grandioser Körperbeherrschung erntete großen Applaus.

Akrobatik-Clown Monsieur Rollo und Beate

Akrobatik-Clown Monsieur Rollo und Beate

Miraa Ezzaa und die Young Diamondz rockten die Bühne mit hip-hoppigem Deutsch-Rap gegen Diskriminierung und Rassismus und für Zusammenhalt und Freundschaft. Ein schönes, klares Statement aus der jungen Generation!

Miraa Ezzaa (ganz rechts) und die Young Diamondz

Miraa Ezzaa (ganz rechts) und die Young Diamondz

Ein buntes Gute-Laune-Event kreierten Renée und ihre Models aus der ArBiS-Werkstatt Holz und Ideen mit einer Modenschau. Die schicken Teile kamen sämtlich vom KleiderWerk, an dessen Stand die charmante Maria sie auch gleich verkaufte.

Die kulinarischen Angebote – Leckeres vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie Kaltes vom Eiswagen Molin – wurden gern und viel angenommen. Kinder und Erwachsene amüsierten sich an den verschiedenen Ständen und Angeboten. Für gelöste Stimmung sorgte die Walking Brassband Tuba Libre.

Das bunte Treiben unter der heißen Augustsonne dauerte bis 17 Uhr. Dann verabschiedete Heimstätten-Leiterin Vera Strech die Festgemeinde gut gelaunt ins Wochenende.

Monsieur Rollos Meisterstück

Monsieur Rollos Meisterstück

hoop & Uli Schulte im ZDF

Am Sonntag den 24. August 2025 um 9:30 Uhr sendete das ZDF den Fernseh-Gottesdienst direkt aus der hoop-Kirche. Sie ist die Nachfolgekirche unserer Gründungsgemeinde, der Freien Christengemeinde Bremen. Und mitten in der Sendung gab es ein Porträt und Interview mit unserem längstjährigen Mitarbeiter Uli Schulte, der sowohl dem Sozialwerk als auch der hoop eng verbunden ist.

Dafür ließ sich Uli einen ganzen Tag lang vom Filmemacher Markus Haist begleiten, von der morgendlichen Rennradrunde um den Werdersee bis zum Abendgang durchs Viertel. Möglichst viele von Ulis zahlreichen Aktivitäten und Wirkungsstätten sollten eingefangen werden.

Uli Schulte im Gespräch in der Heimstätte am Oslebshauser Park

Uli Schulte im Gespräch in der Heimstätte am Oslebshauser Park

Man kann diese bemerkenswerte Biografie nicht in das Kurzporträt-Format des ZDF zwängen, aber einen Eindruck gab es schon vom erstaunlichen Werdegang eines obdachlosen Heroinsüchtigen, der auch mal im Gefängnis saß und keine Perspektive hatte, bis ihm christliche Menschen die Hand reichten, ihm eine Unterkunft und Hoffnung gaben. Uli traf Jesus Christus und entdeckte die christliche Religion für sich – so nachhaltig, dass er Theologie studierte und als Pastor und Seelsorger beim Sozialwerk der Freien Christengemeinde anheuerte. Das ist vierzig Jahre her, und Uli ist immer noch aktiv bei uns, auch wenn er längst in Rente ist.

Uli hört den alten Menschen zu.

Uli hört den alten Menschen zu.

Hoffnung hat Ulis Leben in seiner Jugend komplett umgekrempelt, und Hoffnung war auch das Thema des ZDF-Gottesdienstes in der hoop-Kirche, die sich die Hoffnung in den Namen geschrieben hat (Hoop ist Plattdeutsch für Hoffnung).

Der ZDF-Gottesdienst sendet am Sonntagmorgen meistens aus evangelischen oder katholischen Kirchen, gelegentlich auch aus einer evangelischen Freikirche. Die Sendung aus der hoop-Kirche in Bremen, einer Gemeinde mit fünf Standorten in Norddeutschland, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden gehört, startete live um 9:30 Uhr. Auf die rund 800.000 Zuschauenden wartete ein Gottesdienst mit viel Musik, biografischen Geschichten und der guten Nachricht von Jesus Christus. – Pastor Ben Sawadsky: „Meckern und über Probleme reden, ist easy. Viel besser ist es, Hoffnung zu vermitteln. Rückschläge, Sorgen, Enttäuschungen, schlechte Nachrichten, die Herausforderungen in Gesellschaft und Politik: All das können Steine sein, die sich auf unser Herz legen. Deswegen wollen wir darüber reden, wie unser Herz wieder Leichtigkeit finden und ‚hüpfen‘ kann. Denn hoffen heißt hüpfen.“

Die Sendung vom 24. August 2025 steht in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.

Uli bei der Andacht

Uli bei der Andacht

Die Bäume des umgebenden Parks wurden als Bilder in die Innenräume geholt.

Die Bäume des umgebenden Parks wurden als Bilder in die Innenräume geholt.

Sommerfest in der Heimstätte am Grambker See

Der Sommer ist da! Die Bewohnerinnen und Bewohner der Heimstätte am Grambker See haben die Freiluftsaison begrüßt und gefeiert. Ein schönes Fest auf der Terrasse — mit ein bisschen Fantasie hätte es auch an der Cote d’Azur sein können.

Dank des Gebäudemanagement-Teams, das die Tische, Stühle und Zelte an- und abbaute, und dank des gesamten Teams der Heimstätte am Grambker See, das professionell für die perfekte Versorgung der Festgäste sorgte, fehlte es an nichts. Ein herzliches Dankeschön an beide Teams!

Und nicht zuletzt ein großes Dankeschön an den Fotografen Herrn Oppermann, der selbst in der Heimstätte wohnt und dem es eine Freude war, das Sommerfest und die mediterrane Atmosphäre zu fotografieren.

 

Alle Fotos: © Herr Oppermann