Eingabehilfen öffnen

Schlagwortarchiv für: christengemeinde

Klimaschutz: Leitungswasser trinken!

Im Rahmen des Projekts Nachhaltig satt – Ressourceneffizient verpflegen in der Sozialen Arbeit hat sich unser Verband, der Paritätische Gesamtverband, unter den Mitgliedern umgehört und ist auf uns mit einer Interviewanfrage zum Thema Trinkwasserversorgung in Pflegeheimen zugekommen. Denn hier sind wir (wieder einmal) Pioniere des Guten.

Birgit Köpke, Fachbereichsleiterin Hauswirtschaft im Sozialwerk, stand Rede und Antwort:

Wir versorgen unsere Bewohnerinnen und Bewohner seit circa fünf Jahren mit Leitungswasser und waren damit eine der ersten Einrichtungen in Bremen. Wir haben schrittweise in allen drei stationären Pflegeeinrichtungen umgestellt und nutzen leitungsgebundene Filteranlagen. Die Reinigung funktioniert über UV-Licht und Filter, damit sind wir sehr zufrieden.

Was war bei euch das ausschlaggebende Argument für die Umstellung?

Neben Argumenten der Nachhaltigkeit und den Kosteneinsparungen war bei uns ein großes Thema, die körperliche Arbeit der Hauswirtschaftskräfte zu reduzieren. Das Schleppen der vielen Kisten war körperlich sehr belastend, das fällt jetzt weg, und es müssen nur noch Flaschen gespült werden.

Was sind eure Tipps für die Umstellung?

Es ist ganz wichtig, Ängste ernst zu nehmen. Wir haben die Umstellung schrittweise gemacht und hatten am Anfang noch einige gekaufte Wasserflaschen vor Ort. Die Menschen konnten sich so langsam an die neuen Flaschen gewöhnen. Vorher hatten sie Wasser aus Plastikflaschen auf Zimmertemperatur, auch bei heißen Temperaturen. Jetzt können sie kaltes Wasser trinken, wenn sie möchten, und den Kohlensäuregehalt selbst wählen, die Auswahlmöglichkeiten wissen sie sehr zu schätzen.

Vor der Umstellung haben wir mit dem Gesundheitsamt gesprochen, die Hygiene spielt in Senioreneinrichtungen ja eine große Rolle. Wir machen zweimal jährlich eine Wasserprüfung, die Werte bekommen wir dann zugespielt. Mittlerweile sind die Vorgaben durch viele Geräte gewährleistet, und die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat uns bei der Anschaffung sehr geholfen. Zu Beginn gab es noch Sorgen, dass Leitungswasser nicht genug Mineralien enthält. Das stimmt aber gar nicht – wir haben die Mineralwerte ausgedruckt, das hat sowohl Mitarbeitende als auch Bewohnerinnen und Bewohner überzeugt.

Noch ein Tipp aus der Hauswirtschaft: Leitungswasser in einem Glaskrug mit Obst anreichern und z.B. mit Apfelstückchen, Beeren oder Orangenscheiben servieren — ein Genuss für Auge und Gaumen!

 

Hundebesuch am Grambker See

„Snoopy!“ lockt Frau H. und streckt den Arm nach Jule aus, einen der zwei Riesenpudel, die regelmäßig zu Besuch in der Heimstätte am Grambker See sind. Trainerin Ina Kirsanovs kommt regelmäßig mit Jule und Cosima zu Besuch, und die pflegebedürftigen Damen und Herren freuen sich schon immer sehr auf die flauschigen Gäste.

Die Tiere aktivieren die Menschen, lockern den Tag auf und sorgen für Abwechslung. Lieb und gut erzogen wie sie sind, machen sie alles mit — denn sie wissen ja, dass es reichlich Belohnungen gibt. So hören sie (meistens) aufs Wort. „Snoopy“ ist eins der Wörter, die die Trainerin den Anwesenden beigebracht hat. Es bedeutet „Komm her und lass dich von mir streicheln“. Es gibt auch das Gegenteil: „Abstand!“ mit einer abwehrenden Geste bedeutet, dass der Hund nicht näher kommen soll. So können alle — Mensch wie Hund — in jeder Situation selbst entscheiden, wieviel Nähe jetzt gut ist.

Bei jedem Besuch gibt es ein Tagesthema, um das sich der Nachmittag dreht. An diesem Septembertag ist das Thema Urlaub. Ina Kirsanovs zeigt allen großformatige Fotos vom gemeinsamen Urlaub mit den Hunden an der Ostsee. Es gibt viel zu erzählen, eigene Urlaubserinnerungen werden bei einigen geweckt, man kommt ins Gespräch.

Auch motorisch wird die Gruppe gefordert. Die Hunde werden aufgeregt, denn sie kennen den nächsten Programmpunkt schon. Kleine Beutel mit Leckerli sollen von den Damen und Herren versteckt und von Jule und Cosima erschnüffelt werden. Die Leckerli winken als Belohnung. Die Betreuungskräfte helfen mit dem Verstecken, dann entsteht hektisches Gewusel, und am Ende sind alle Beutel gefunden und leergefuttert, Aufgabe erfüllt!

Die Trainerin hat zwei Rollen Toilettenpapier mitgebracht, Jule und Cosima warten gespannt ab, sie wissen schon wieder, was kommt. Die Menschen bekommen die Aufgabe, die Hundeleckerli in den Rollen zu verstecken, bis beide gut gespickt sind. Die Betreuungskräfte Andrea und Moreno helfen dabei. Dann dürfen sich Jule und Cosima je auf eine Rolle stürzen, und Ina Kirsanovs nimmt die Zeit: Wer schafft es am schnellsten, alle Leckerli aus der Rolle zu fressen? Manche der Anwesenden fiebern mit ihrem Lieblingshund mit.

Noch einige weitere Aufgaben stellt die Trainerin Hunden und Menschen an diesem Nachmittag, der wie immer abwechslungsreich ist und für viel Freude sorgt. Tiere tun Menschen gut, und gerade, wenn vieles andere aus dem gewohnten Alltag wegfällt, können sie dafür sorgen, dass der Mensch sich lebendig und verbunden fühlt. Dass diese Nachmittage regelmäßig in der Heimstätte Grambke stattfinden, haben wir einer der Bewohnerinnen zu verdanken, die die Hundebesuche bereits aus einer anderen Einrichtung kannte und sich dafür im Sozialwerk stark gemacht hat: „Erst wollten sie das nicht und lehnten es ab. Aber ich hab nicht locker gelassen!“, verriet Frau K. lachend. Gut, dass sie sich durchgesetzt hat.

Urlaubsfotos werden gezeigt

Urlaubsfotos werden gezeigt

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Klorollen-Spiel

Klorollen-Spiel

Streicheln tut gut — allen

Streicheln tut gut — allen

 

Grillfest der ArBiS

An einem wunderschönen Spätsommertag — dem schönsten der Woche! — richtete die ArBiS ihr Grillfest aus: Unter freiem Himmel am Grambker See wurde gespielt, gegrillt, gefuttert und gefeiert. Die ArBiS-Mitarbeitenden bewirteten Beschäftigte der Eingliederungshilfe aus den Bereichen Bäckerei, Hauswirtschaft, Tagesstätte sowie Werkstatt Holz und Ideen. Ergo-Praktikantinnen unterstützten bei den Spielen: Sacklochwerfen, Erbsenhauen, Dosenwerfen, Leitergolf. Der Andrang war groß, denn nur, wer an allen Spielen teilnahm, konnte an der Tombola teilnehmen.

Nur wenige gingen mit leeren Händen nach Hause — und niemand mit leerem Bauch.

A. Bischoff