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Sommerfest mit Shanty-Chor

Die Tagespflege am Oslebshauser Park lud zum Sommerfest. Und alle kamen, die Hütte war voll. Das Team hatte den großen Aufenthaltsraum maritim dekoriert – mit Stücken, die die Tagesgäste selbst hergestellt hatten. Segelboote und Meeresgetier kündigten schon mal an, was da noch kommen sollte: der Shanty-Chor Grambke! Aber zuerst gab es Erdbeertorte für alle. Leider zum letzten Mal, denn die Erdbeersaison geht dem Ende zu, so Teammitglied Isabella. Es wurde geschlemmt, geplaudert und gelacht und immer wieder ein zweites Stück Torte bestellt.

Und dann kamen die Jungs (mit einer Dame am Akkordeon) vom Shanty-Chor Grambke und wurden mit Applaus begrüßt. Die Shantys gingen flott ins Ohr, weckten Lebensgeister und Erinnerungen, bis die Gäste im Rhythmus klatschten und mitsangen, so mancher und manche erstaunlich textsicher. Die Superstimmung trug alle durch den Nachmittag, und als das letzte Seemannslied verklungen war und die Gäste zufrieden nach Hause gingen bzw. gefahren wurden, gönnten sich die „Seeleute“ noch ein Stündchen auf der schönen Terrasse der Tagespflege mit Kaffee und Kuchen. Sie verrieten, dass sie selten so eine gute Stimmung und tolle Atmosphäre bei ihren Auftritten erlebt hätten. Und dass es tatsächlich noch Erdbeertorte gab, war das Sahnehäubchen auf einem gelungenen Sommerfest.

Aus Tagesgästen werden manchmal Freundinnen.

Aus Tagesgästen werden manchmal Freundinnen.

       

Gute Stimmung beim Mitklatschen

Gute Stimmung beim Mitklatschen

Geschulter Rettungseinsatz

Eine Einführung in die Denke und Sprache von Rettungssanitätern und -sanitäterinnen bietet die ArBiS speziell für Pflegekräfte als Fortbildung an. Spannend, fand Pflegedienstleiter Sebastian S., der schon viele Rettungseinsätze in der Heimstätte am Grambker See begleitet hat, und nahm teil.

Wie unterschiedlich ein Notfall in den beiden Fachgebieten gesehen und „abgearbeitet“ wird! Kein Wunder, dass es immer wieder zu Missverständnissen und Zeitverlust kommt. Rettungsfachkräfte lernen, Emotionen und Empathie „auszuschalten“ und die bedürftige Person präzise nach einem vorgegebenen Schema A-E zu untersuchen und die jeweils nötigen Maßnahmen durchzuführen. Das beschleunigt die Notfallversorgung und ermöglicht vor allem eine schnelle und exakte Kommunikation über das, was zu tun ist. Sebastian S. war begeistert. Und das Beste: Direkt am Tag nach der Fortbildung konnte er das Gelernte direkt umsetzen:

„Ich hatte aktuell Corona in der Einrichtung, und bei einer Bewohnerin hatte sich der Allgemeinzustand verschlechtert. Ich bin komplett die Buchstaben des Schemas durchgegangen und habe festgestellt, dass bei einer bestehenden Covid-Infektion ein „B- und E-Problem“ vorliegt. Die Bewohnerin hatte eine auffällige Atmung, eine Sättigung von 89% und erhöhte Temperatur.

Ich rief die 112 an, und wie gewohnt begann der Fragenkatalog der Zentrale. Ich war gespannt und startete mein gelerntes Programm von gestern:

93-jährige Patientin mit bestehendem B- und E-Problem, und ich nannte die Vitalwerte. Vorgeschichte mit Zustand nach Herzinfarkt und Schlaganfall.

Anders als sonst wurde ich nun gefragt, ob ich medizinischer Kollege sei :). Ich musste unbemerkt lächeln und konnte es nicht glauben. Unzählige Male habe ich die 112 schon angerufen, und jetzt plötzlich, da ich ihre Sprache und Handeln beherrsche, hält man mich für einen medizinischen Kollegen, einen Arzt. Ich antwortete, zwar kein Arzt, jedoch sehr gut geschult worden zu sein.

Beim Eintreffen des Rettungswagens machte ich noch im Fahrstuhl in gleicher Form die Übergabe mit den Sanitätern, und sie schauten auf mein Namensschild und wunderten sich. Ich hatte das Gefühl, viel mehr auf Augenhöhe mit ihnen zu sprechen und ernster genommen zu  werden als sonst.“

Sebastian S. empfiehlt allen Kollegen und Kolleginnen in der Pflege, diese Fortbildung zu machen. Sie kann wertvolle Zeit sparen und so Leben retten. Und sie fördert den Respekt für Pflegekräfte ungemein. Diese Fortbildung sollte für alle in der Pflege Tätigen verbindlich sein, meint Sebastian.

Darüber hinaus bietet die ArBis ein breites Portfolio an Fortbildungen an, die allen Mitarbeitenden des Sozialwerks samt Tochterunternehmen offen stehen. Das volle Programm, gerade aktualisiert fürs zweite Halbjahr, steht in der Vivendi-App und im Intranet zur Verfügung oder direkt bei der Ansprechpartnerin Anja Dänekas: a.daenekas@arbis-bremen.de.

Hundertjährige zu Gast

Geboren am 18. Juli 1924 in Bremen-Hastedt, überblickt Anneliese B. zehn Jahrzehnte. Ihre Kindheit endete im Krieg, für heutige junge Menschen kaum vorstellbar, haben wir doch seit fast achtzig Jahren Frieden in Deutschland. Die junge Frau heiratete einen Bergmann und zog mit ihm nach Castrop-Rauxel ins Ruhrgebiet, bekam eine Tochter und musste viel zu früh einen weiteren Schicksalsschlag einstecken, den Tod ihres Mannes. Bis ins hohe Alter blieb die Witwe in der Wahlheimat und kehrte erst 2010, mit 86 Jahren, zurück nach Bremen.

Ihrer Tochter ging es nicht gut, für sie war der Besuch der Tagespflege Oslebshausen geplant. Weil die Tochter vor diesem Schritt Angst hatte, begleitete die Mutter sie. Und dann gefiel es ihr – der Mutter – so gut in der Tagespflege, dass sie gleich dort blieb, auch nachdem die Tochter gestorben war.

Seit 2017 kommt Anneliese B. nun in die TAP Oslebshausen, ist immer guter Dinge und voller Humor, nimmt an den vielen Aktivitäten teil und das Leben leicht. Das Einzige, worüber sie sich ernsthaft ärgern kann, ist, wenn an ihrem Frühstückstisch kein  Quark mit Marmelade steht – den braucht sie nämlich zum Fitbleiben, sagt sie. Zum Glück kommt das aber so gut wie nie vor, denn das ganze Team umsorgt die stets zu allen freundliche Besucherin immer sehr aufmerksam. Und natürlich erst recht am 100. Geburtstag!

Die Jubilarin ließ sich gerne feiern und freute sich über die Gratulantinnen und Gratulanten, mit denen sie, umringt von ihren beiden Enkelinnen und ihrem Urenkel, einen festlichen Kaffeeklatsch abhielt. Bei einer der beiden Enkelinnen wohnt sie inzwischen auch, da ihr die eigene Wohnung mittlerweile zu beschwerlich wurde.

Frau B. weiß genau, wo es langgeht. Für den klaren Durchblick sorgt notfalls die Lupe.

Frau B. weiß genau, wo es langgeht. Für den klaren Durchblick sorgt notfalls die Lupe.

Sozialwerk macht die „Arche“ mobil

Gestern brachte der Bus noch Senioren und Seniorinnen zur Tagespflege, heute bringt er Kinder ans Ziel. Die Leiterin der Kinderstiftung „Die Arche“ in Bremerhaven, Nora Mengel, und ihr Team freuen sich über die motorisierte Spende aus Bremen. Sie wurde möglich, weil die Mitarbeitenden des Sozialwerks im Rahmen der Weihnachts-Spendenaktion für das Projekt gespendet und das Sozialwerk den Betrag noch einmal aufgestockt hatte.

Jens Bonkowski, Mitglied der Geschäftsleitung im Sozialwerk, überreichte am 17. Juni 2024 die Schlüssel und Papiere für den Transporter.

Das christliche Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ unterstützt Kinder und Jugendliche mit einem offenen Haus, in dem sie toben, spielen, klettern, Hausaufgaben machen und Mittag essen können. Ab jetzt werden auch Ausflüge im eigenen Bus gemacht!

Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die das ermöglicht haben!

Aktionswoche Hauswirtschaft

Die Hauswirtschaft: Ohne sie geht nichts, sie hält den Laden am Laufen und ist doch meistens unsichtbar. Letzteres soll sich ändern, darum lief eine ganze Aktionswoche Hauswirtschaft, ausgerufen vom Deutschen Hauswirtschaftsrat. Spot an auf die vielfältigen Aufgaben und die multiprofessionellen Teams, die in allen Einrichtungen und Häusern kochen, putzen, waschen, wirtschaften und für Wohlbefinden sorgen!

Um mehr Sichtbarkeit ging es auch der Hauswirtschaft im Sozialwerk, die sich an der Aktionswoche beteiligte. In den Foyers und Speiseräumen der Heimstätten informierten Postkarten und Plakate. Hauswirtschaftsleiterin Birgit Köpke und ihr Team kamen bei einem Gläschen Erdbeerbowle mit Bewohnern und Bewohnerinnen der Heimstätten, Angestellten und Gästen ins Gespräch.

   

   

Bunter Strauß Hauswirtschaft Hauswirtschaft

GAP – gutes Arbeiten in der Pflege

„Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf“ – ein Projekt der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung

 „Nur mit mehr Personal durchbrechen wir den Teufelskreis von einem Gesundheitsberuf, der zurzeit selbst krankmacht. Es ist daher wichtig, zunächst bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu schaffen. Wir müssen Pflegekräfte entlasten, um ihnen eine Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf zu ermöglichen.“      

Claudia Moll MdB – Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung

 

Spätestens seit der Corona-Pandemie sind fehlendes Personal, die Arbeitsbedingungen und die zum Teil nicht angemessene Vergütung in der Pflege ein großes politisches Thema und stehen im Fokus der Öffentlichkeit.

Aber haben sich die Arbeitsbedingungen seitdem verbessert? Haben stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste und Krankenhäuser deshalb mehr Personal zur Verfügung? Nein, natürlich nicht.

Was bleibt, ist, mit den vorhandenen Mitarbeitenden das Beste aus der Situation zu machen, Strategien für Verbesserungen zu entwickeln, Prozesse zu optimieren, Über- und Unterforderung zu vermeiden, um letztendlich den Erwartungen und Wünschen unserer Bewohnenden nach individueller Pflege und Betreuung auch weiterhin gerecht werden zu können.

Das Leitungsteam der Heimstätte am Grambker See, Tatjana Kinast (Einrichtungsleitung) und Sebastian Schillhahn (Pflegedienstleitung), hatten schon immer ein offenes Ohr für ihre Mitarbeitenden und versuchten, den Alltag für alle so zu gestalten, dass jeder mit einem guten Gefühl zum Dienst kam und auch wieder nach Hause ging. Dennoch waren beide der Meinung, dass eine zweite Meinung, nämlich die ihrer Mitarbeitenden, nicht schaden könne. Mit Unterstützung der Geschäftsleitung bemühte man sich daher um die Teilnahme am Projekt.

Nun sind seit dem Projektstart im Januar 2023 schon einige Wochen ins Land gezogen.
Der Auftakt – die große Mitarbeiterbefragung – verlief mit einer Rücklaufquote von 74 Prozent.
Allein dieses Ergebnis zeigt, wie vielen Mitarbeitenden daran gelegen ist, ihre Erlebniswelt zu reflektieren und gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet … und kann sich sehen lassen! Ein Großteil der Ergebnisse liegt deutlich über dem Vergleichswert der anderen am Projekt teilnehmenden Einrichtungen.

So sagten 84,38 Prozent der befragten Mitarbeiter „mein Dienstplan berücksichtigt individuelle Wünsche“ oder 81,98 Prozent „die Führungskultur steht für offene Informationspolitik“.

83,52 Prozent würden „ihre“ Einrichtung bei Freunden und Bekannten empfehlen und sogar 85,64 Prozent würden das Sozialwerk/die Heimstätte am Grambker See  als Arbeitgeber im Freundes- und Bekanntenkreis bewerben.

Dennoch nutzten unsere Mitarbeitenden diese Befragung auch dazu, sich und ihre Arbeit kritisch zu hinterfragen. So gaben „nur“ 55,36 Prozent an, dass die Übergaben gut organisiert sind. 31,92 Prozent empfinden die Kommunikation mit Angehörigen oftmals belastend und wünschen sich hier z.B. mehr Schulungen in der Gesprächsführung.

Im nächsten Schritt haben wir uns nun mit unserem Projekt-Couch Sven Hoffmann auf den Weg gemacht und zwei Projekte definiert, die wir gemeinsam mit allen Mitarbeitenden des Hauses bis zum 31.12.2024 bearbeiten möchten.

  1. Besprechungen im Alltag optimieren
  2. Kommunikation mit Angehörigen, Betreuenden und Bevollmächtigten

Warum wir das machen? Einfach, um noch besser zu werden und um unsere Mitarbeitenden noch mehr zu unterstützen, ihren oftmals herausfordernden Alltag für sich zufriedenstellend bewerkstelligen zu können.

Daniela Hahlweg, Bereich Senioren

 

Flyer: Das Projekt GAP

 

Bild oben: Projekt-Coach Sven Hoffmann, Sebastian Schillhahn, Susanne Gill, Camelia Astalosiu, Nadine Deimel, Tatjana Kienast, Simone Bonkowski, Daniela Hahlweg, Reza Etesaminia (v.l.)