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Hundebesuch am Grambker See

„Snoopy!“ lockt Frau H. und streckt den Arm nach Jule aus, einen der zwei Riesenpudel, die regelmäßig zu Besuch in der Heimstätte am Grambker See sind. Trainerin Ina Kirsanovs kommt regelmäßig mit Jule und Cosima zu Besuch, und die pflegebedürftigen Damen und Herren freuen sich schon immer sehr auf die flauschigen Gäste.

Die Tiere aktivieren die Menschen, lockern den Tag auf und sorgen für Abwechslung. Lieb und gut erzogen wie sie sind, machen sie alles mit — denn sie wissen ja, dass es reichlich Belohnungen gibt. So hören sie (meistens) aufs Wort. „Snoopy“ ist eins der Wörter, die die Trainerin den Anwesenden beigebracht hat. Es bedeutet „Komm her und lass dich von mir streicheln“. Es gibt auch das Gegenteil: „Abstand!“ mit einer abwehrenden Geste bedeutet, dass der Hund nicht näher kommen soll. So können alle — Mensch wie Hund — in jeder Situation selbst entscheiden, wieviel Nähe jetzt gut ist.

Bei jedem Besuch gibt es ein Tagesthema, um das sich der Nachmittag dreht. An diesem Septembertag ist das Thema Urlaub. Ina Kirsanovs zeigt allen großformatige Fotos vom gemeinsamen Urlaub mit den Hunden an der Ostsee. Es gibt viel zu erzählen, eigene Urlaubserinnerungen werden bei einigen geweckt, man kommt ins Gespräch.

Auch motorisch wird die Gruppe gefordert. Die Hunde werden aufgeregt, denn sie kennen den nächsten Programmpunkt schon. Kleine Beutel mit Leckerli sollen von den Damen und Herren versteckt und von Jule und Cosima erschnüffelt werden. Die Leckerli winken als Belohnung. Die Betreuungskräfte helfen mit dem Verstecken, dann entsteht hektisches Gewusel, und am Ende sind alle Beutel gefunden und leergefuttert, Aufgabe erfüllt!

Die Trainerin hat zwei Rollen Toilettenpapier mitgebracht, Jule und Cosima warten gespannt ab, sie wissen schon wieder, was kommt. Die Menschen bekommen die Aufgabe, die Hundeleckerli in den Rollen zu verstecken, bis beide gut gespickt sind. Die Betreuungskräfte Andrea und Moreno helfen dabei. Dann dürfen sich Jule und Cosima je auf eine Rolle stürzen, und Ina Kirsanovs nimmt die Zeit: Wer schafft es am schnellsten, alle Leckerli aus der Rolle zu fressen? Manche der Anwesenden fiebern mit ihrem Lieblingshund mit.

Noch einige weitere Aufgaben stellt die Trainerin Hunden und Menschen an diesem Nachmittag, der wie immer abwechslungsreich ist und für viel Freude sorgt. Tiere tun Menschen gut, und gerade, wenn vieles andere aus dem gewohnten Alltag wegfällt, können sie dafür sorgen, dass der Mensch sich lebendig und verbunden fühlt. Dass diese Nachmittage regelmäßig in der Heimstätte Grambke stattfinden, haben wir einer der Bewohnerinnen zu verdanken, die die Hundebesuche bereits aus einer anderen Einrichtung kannte und sich dafür im Sozialwerk stark gemacht hat: „Erst wollten sie das nicht und lehnten es ab. Aber ich hab nicht locker gelassen!“, verriet Frau K. lachend. Gut, dass sie sich durchgesetzt hat.

Urlaubsfotos werden gezeigt

Urlaubsfotos werden gezeigt

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Brav und neugierig: Jule und Cosima

Klorollen-Spiel

Klorollen-Spiel

Streicheln tut gut — allen

Streicheln tut gut — allen

 

Grillfest der ArBiS

An einem wunderschönen Spätsommertag — dem schönsten der Woche! — richtete die ArBiS ihr Grillfest aus: Unter freiem Himmel am Grambker See wurde gespielt, gegrillt, gefuttert und gefeiert. Die ArBiS-Mitarbeitenden bewirteten Beschäftigte der Eingliederungshilfe aus den Bereichen Bäckerei, Hauswirtschaft, Tagesstätte sowie Werkstatt Holz und Ideen. Ergo-Praktikantinnen unterstützten bei den Spielen: Sacklochwerfen, Erbsenhauen, Dosenwerfen, Leitergolf. Der Andrang war groß, denn nur, wer an allen Spielen teilnahm, konnte an der Tombola teilnehmen.

Nur wenige gingen mit leeren Händen nach Hause — und niemand mit leerem Bauch.

A. Bischoff

 

 

Kinderbesuch in Grambke

Premiere! Zum ersten Mal trafen sich Alt und Jung zu einem intergenerationellen Spieletag in der Heimstätte Grambke.

Betreuungskraft Inga hatte bereits viel über das Konzept gelesen und wollte unbedingt einmal selbst erleben, wie ungeheuer positiv die Begegnung mit Kindern auf die Senioren und Seniorinnen wirkt. Und auf die Reaktion der Kinder war sie auch neugierig. Da traf es sich gut, dass sie Jacqueline kennt, Leiterin des Kindergartens Zwergenland in Lesum. Und so war schnell ein Plan geschmiedet, beide Gruppen zusammenzubringen.

Zum ersten Kennenlernen besuchten einige Kita-Kinder die Bewohner und Bewohnerinnen in der Heimstätte in den Zimmern, es gab erste Begegnungen in kleinen Gruppen. Alle hatten ihren Spaß an den Treffen, eine größere Runde war darum schnell geplant.

Die Hälfte der Zwergenland-Kinder kam nun zu Besuch nach Grambke, schon ganz gespannt auf die vielen „Omas“ und „Opas“, die da auf sie warteten. Zum Aufwärmen wurde getanzt und zusammen gesungen, dann durften alle auf den Spiele-Parcours. Beim Entenangeln und verschiedenen Wurfspielen kamen sich kleine und große Menschen näher. Es gibt Dinge, die die einen noch nicht und die anderen nicht mehr können, da halfen sie sich gegenseitig, verrieten sich Geheimnisse und griffen gemeinsam in die Belohnungsbox mit den Süßigkeiten. Auch die Betreuer und Betreuerinnen von Groß und Klein wurden für ihr Engagement mit vielen schönen Momenten belohnt.

Zum Abschied ließen es alle zusammen noch mal ordentlich krachen: Der „Gute-Laune-Song“ riss alle mit, und mit Spaß und viel Energie wurde es laut im Festsaal der Heimstätte.

Die andere Hälfte der Kinder aus der Kita Zwergenland steht schon in den Startlöchern, um einen ebenso tollen Nachmittag mit den „Omas“ und Opas“ in Grambke zu verbringen.

Gemeinsam gelingt es

Gemeinsam gelingt es

Herr H. verrät einen Kartentrick

Herr H. verrät einen Kartentrick

Ach so!

Ach so!

Immer umlagert: das Entenangeln

Immer umlagert: das Entenangeln

Wie Löcherwerfen geht, ist schnell erklärt

Wie Löcherwerfen geht, ist schnell erklärt

Und jetzt Wurfbahn frei!

Und jetzt Wurfbahn frei!

Dosenwerfen

Dosenwerfen

Manch einer guckt lieber aus sicherer Distanz zu

Manch einer guckt lieber aus sicherer Distanz zu

Ein Nickerchen im größten Trubel

Ein Nickerchen im größten Trubel

Großes Spieleangebot

Großes Spieleangebot

 

 

Sommerfest am Grambker See

Das Sozialwerk wird immer internationaler. Nirgends wurde das deutlicher als auf unserem Sommerfest. Bevor es vom Gottesdienst – mit brasilianischem Gastpastor! – direkt aufs Festgelände am Grambker See ging, sollten alle ihren Geburtsort auf ausgestellten Landkarten markieren. Klar, die meisten von uns kommen aus Deutschland, und zwar vor allem aus Bremen, aber doch beeindruckend viele setzten ihre Nadel in andere Länder und Kontinente. Und gerade die Gruppe der Auszubildenden um unsere Praxisanleiterinnen Irina und Lucie war eindeutig internationaler als noch vor ein paar Jahren. Wie schön, dass sie ihren Weg zu uns ins Sozialwerk gefunden und sich für den Pflegeberuf entschieden haben!

Dass Essen war wieder sehr lecker, könnte jedoch mehr Internationalität vertragen. Falafel war schon ein guter Anfang! Vielleicht können unsere neuen Kollegen und Kolleginnen uns da den einen oder anderen Tipp geben. Apropós Tipp: Viele wussten, dass die ArBiS einen Stand anbietet, an dem Geburtstagsgutscheine eingelöst werden konnten. Und tatsächlich gab es einen kleinen Ansturm auf die Vogelhäuser, Backmischungen und Spielereien, die Renée nicht müde wurde, an die Frau und den Mann zu bringen. Ohne Pause gingen die Gutscheine über den Tisch, und wenn nicht aufmerksame Kolleginnen ihr ab und zu ein Eis oder ein Getränk vorbeigebracht hätten, wäre sie trotz all der Stände unversorgt geblieben. Sie hatte einfach keine Zeit zum Schlangestehen.

Und wo wir gerade bei Spielereien sind: Andrang gab es auch bei den Kickern, die passend zur WM als Teil der Deko herumstanden. Tischler Hans war einer  der begeisterten Nutzer und Nutzerinnen. Er fand es „schön, dem ganzen Sozialwerk in Zivil zu begegnen. Augenhöhe fast überall. Außer beim Kicker, da waren die Chefs von ÖA und Sozialwerk ihren Angestellten unterlegen.“

Schön wars und hat Spaß gemacht. Ein sehr großes und herzliches Dankeschön an das Sommerfest-Komitee, das wieder alles rund und gut geplant und organisiert hatte, und an die vielen weiteren helfenden Hände, die zur Realisierung beitrugen! Dafür gab es vom Vorstand Geschenke und großen Applaus von allen.

 

Jörg und Matthias heißen alle willkommen

Jörg und Matthias heißen alle willkommen

Wo wir herkommen

Wo wir herkommen

Danke, Festkomitee!

Danke, Festkomitee!

Ganz Grambke geht baden – Stadtteilfest im Sommerbad Grambke

Das Stadtteilfest Ganz Grambke geht baden am Samstag den 13.9. war ein buntes Fest für Jung und Alt. Trotz wechselhaftem Wetter ließen sich rund 600 Besucherinnen und Besucher im Grambker Seebad nicht von den kurzen Regenschauern abhalten. 2019 federführend vom Sommerbad und vom Sozialwerk als Sommerfest ins Leben gerufen, ist Ganz Grambke geht baden mittlerweile fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Stadtteils.

Die Rezeptur aus Bewährtem und frischen Ideen zog erneut, so begeisterten die dieses Jahr zum ersten Mal eingeladenen Young Diamondz. Die junge Band sorgte mit eigenen Songs und Cover-Versionen – wie von Beyoncé und Rihanna – für musikalische Highlights. Außerdem überzeugen die drei jungen Musikerinnen nicht nur mit ihrem gesanglichen Talent, sondern auch mit ihren klaren Botschaften gegen Rassismus, Diskriminierung und für Zusammenhalt.

Der Sportverein SVGO e.V. brachte mit beeindruckenden Auftritten wie Dance for Kids, Zumba oder dem Zirkus Fiffix ein feines Unterhaltungsprogramm auf die Bühne. Besonders für die kleinen Gäste war die große Hüpfburg ein wahres Highlight. An den zahlreichen Ständen nutzten die Gäste die Möglichkeit, sich über Initiativen und Vereine zu informieren und selbst aktiv zu werden. Wer weiß zum Beispiel, in welchen Lebensmitteln Alkohol enthalten ist? Das ließ sich im Ratespiel an unserem Stand herausfinden.

Die „Walking Bier-Band“ Tuba Libre schlenderte wie immer musizierend übers Festgelände und stattete zwischendurch den immobilen Bewohnern und Bewohnerinnen unserer Heimstätte am Grambker See einen musikalischen Besuch ab.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem engagierten Team rund um das Grambker Seebad, das diesen wundervollen Tag mit viel Herzblut und ehrenamtlichem Einsatz möglich gemacht hat. Besonderer Dank geht außerdem an den Beirat Burg-Lesum und an alle Vereine und Initiativen, die mit Engagement dabei waren.

Mein erstes Mitarbeitenden-Sommerfest am Grambker See – schön war’s

Ein unvergessliches Erlebnis!

Mitte Juni fand mein erstes Mitarbeitenden-Sommerfest beim Sozialwerk der Freien Christengemeinde Bremen statt – und was für ein wunderschöner Tag es war! Die Kulisse am Grambker See war einfach traumhaft: mit viel Natur, Sonne und einer entspannten Atmosphäre, die zum Verweilen und miteinander ins Gespräch Kommen einlud.

Das Fest war eine großartige Gelegenheit, um gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen einen schönen Tag zu verbringen. Die Musik der Duo Band Xtreme AcoustiX sorgte für die perfekte Stimmung. Ihre mitreißenden Klänge haben uns alle zum Tanzen, Mitsingen und einfach Genießen eingeladen.

Natürlich durfte das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Es gab eine Vielzahl an leckeren Speisen: Burger, knuspriger Flammkuchen, Fischbrötchen, leckere Pommes und erfrischende Getränke. Für jeden Geschmack war etwas dabei, sodass wir den Nachmittag und Abend in vollen Zügen genießen konnten. Alles, was ich gegessen habe, war sehr lecker. Leider habe ich nicht geschafft, alles zu probieren. Nächstes Jahr steht der Flammkuchen ganz oben auf meiner Liste.

Während des Festes hatten wir auch die Gelegenheit, inspirierende Worte von Pastorin Andrea Hammer zu hören. Sie erinnerte uns an die kraftvollen Aufforderungen des Apostels Paulus, die auch für uns heute noch sehr relevant sind:
„Wachsam – glaubensvoll – mutig – stark – beherzt!“
Diese kurzen, prägnanten Worte stammen aus 1. Korinther 16, 13f und fordern uns auf, in unserem Alltag wachsam zu sein, fest im Glauben zu stehen, mutig und stark zu handeln sowie beherzt aus Liebe zu arbeiten.

Für uns beim Sozialwerk sind diese Worte mehr als nur eine Erinnerung – sie sind wie das Fleisch an den Knochen unseres Leitspruchs: „Wir helfen Menschen.“

Ich finde, diese Worte sind mehr als nur schöne Sätze. Sie sind eine Einladung, unser Handeln mit Herz und Überzeugung zu leben. Wachsam zu sein für die Bedürfnisse der Menschen um uns herum, auf Gott zu vertrauen und mutig Herausforderungen anzugehen – das macht uns stark. Und aus Liebe zu den Menschen zu handeln, das ist das Herzstück unseres Tuns.

Das Fest war eine schöne Gelegenheit, die Menschen näher kennen zu lernen, mit denen ich schon seit einem halben Jahr telefoniere und zusammenarbeite. Manche von ihnen bekam ich bisher gar nicht zu Gesicht, da unsere Büros und Einrichtungen über ganz Bremen verteilt sind. Es war eine schöne Atmosphäre mit tollen Gesprächen, und ich hoffe, wir nehmen diesen positiven Schwung mit in die Teams, in denen wir arbeiten, und zu den Menschen, die wir begleiten. Denn nur, wenn wir uns gegenseitig stärken, können wir unsere Aufgabe, Menschen zu helfen, wirklich erfüllen.

Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an alle Helferinnen und Helfer, die so tatkräftig und fleißig beim Auf- und Abbau unterstützt haben. Besonders die Handwerker und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauswirtschaft. Ich wünsche dem Arbeitskreis viel Kraft und neue Ideen für die Vorbereitungen des nächsten Festes.

Ich freue mich schon auf das Sommerfest 2026 und auf viele weitere schöne Momente miteinander!

Maren Osmers

Maren

Maren

Fotos: © Nana Gondlach

 

 

Sommerfest in der Heimstätte am Grambker See

Der Sommer ist da! Die Bewohnerinnen und Bewohner der Heimstätte am Grambker See haben die Freiluftsaison begrüßt und gefeiert. Ein schönes Fest auf der Terrasse — mit ein bisschen Fantasie hätte es auch an der Cote d’Azur sein können.

Dank des Gebäudemanagement-Teams, das die Tische, Stühle und Zelte an- und abbaute, und dank des gesamten Teams der Heimstätte am Grambker See, das professionell für die perfekte Versorgung der Festgäste sorgte, fehlte es an nichts. Ein herzliches Dankeschön an beide Teams!

Und nicht zuletzt ein großes Dankeschön an den Fotografen Herrn Oppermann, der selbst in der Heimstätte wohnt und dem es eine Freude war, das Sommerfest und die mediterrane Atmosphäre zu fotografieren.

 

Alle Fotos: © Herr Oppermann

 

 

Wir helfen nicht nur Menschen 🦇

Seit 1. Juni haben wir eine neue Personalreferentin. Melanie Ebenhoch kümmert sich um das wichtigste Kapital des Sozialwerks: euch/uns, die Mitarbeitenden. Dafür bringt sie eine große Portion Empathie mit, die sich auch auf unsere Mitgeschöpfe erstreckt. Sie sieht, wo Hilfe nötig ist — und wo sie helfen kann.

An einem ihrer ersten Arbeitstage radelte sie wie bereits gewohnt frühmorgens durchs Blockland nach Grambke und fand dort vor dem Fahrradschuppen neben dem Bauernhaus eine sehr junge und flugunfähige Fledermaus. Das Jungtier rief, die Mutter antwortete auch. Melanie legte das Tier neben den Schuppen, damit es nicht überfahren wird.

Nach Rücksprache mit Jörg und kurzer Recherche im Internet sprach sie die beiden Gärtner Tobias und Marcin an und organisierte mit ihnen eine Pylone, so ein oranges Verkehrs-Hütchen. Sie stülpten eine saubere alte Socke drüber, setzten das Jungtier dort ab und die Pylone samt Fledermäuschen auf das Dach des Schuppens, in der Hoffnung, dass das Muttertier (hat die Aktion lautstark kommentiert) ihr Kind abholen würde.

Mittags hing das Tier noch an der Pylone. Besorgt rief Melanie die Fledermaus-Hilfe an und befolgte den Rat, mit den Kollegen zusammen das Tier wieder runter zu holen. Sie gaben ihm etwas zu trinken und setzten es in einen Karton im Schuppen – so war es sicher, denn für den Nachmittag war Regen angekündigt, und die Fledermäuse fliegen tagsüber ohnehin nicht. Marcin wohnt direkt nebenan und stellte abends kurz vor Sonnenuntergang die kleine Fledermaus wieder mitsamt Pylone auf das Schuppendach, damit es von seiner Mutter abgeholt werden kann. Fledermäuse fliegen ausschließlich nachts, und dann nimmt die Mutter das Kleine im Tandemflug mit, sagt die Fledermaushilfe.

Am nächsten Tag stiegen Marcin und Tobias aufs Schuppendach und schauten nach der kleinen Fledermaus — sie war fort, die Pylone war verlassen. Die beiden suchten noch das Dach ab, die Regenrinne und das umliegende Gebiet, aber die Fledermaus war nicht mehr da, und das Muttertier war auch nicht mehr zu hören. Sie wird ihr Kleines mitgenommen haben, es sieht sehr nach einem Happy End aus. Dank Melanies, Tobias‘ und Marcins Einsatz! Und wer weiß, vielleicht leben die beiden Fledermäuse in einem der Fledermaus-Kästen, die in der Nähe des Bauernhofs hängen, und haben die Suchaktion vom sicheren Ort aus beobachtet.

Kunst am Grambker See

Auch Kunstschaffende werden alt. Und so mancher Künstler, so manche Künstlerin zieht irgendwann in ein Haus, in dem er/sie gut versorgt wird. Tatjana K. und ihr Team in der Heimstätte am Grambker See haben das Vergnügen, einige von ihnen zu beherbergen. Ihnen noch einmal die Gelegenheit geben, ihre Werke auszustellen – diese wunderbare Idee wurde am 4. Juni in die Tat umgesetzt.

Zur Vernissage im Café gab es Begleitmusik vom Klavier, Snacks und Erdbeerbowle, die Künstler und Künstlerin waren anwesend und zeigten ihre Werke. Mit großer Freude zog Herr Leicht jede und jeden ins Gespräch über seine humorvollen Geschichten, die er neben seinen Bildern ausgelegt hatte. Frau Friedrichs hatte anlässlich der Ausstellung zum ersten Mal ihre Etage verlassen und freute sich an der eigenen Courage. Ihre Bilder, so farbenfroh wie rätselhaft, hatte sie allesamt nachts gemalt, wenn statt des Schlafs die Muse kam. Herr Heyen, leidenschaftlicher Bildhauer, der nach mehreren Umzügen nur noch wenige seiner zahlreichen Skulpturen hatte mitnehmen können, plauderte heiter und entspannt über seinen Werdegang zur Schnitzkunst und zeigte Fotos auch seiner anderen Skulpturen. Die ausgestellten waren bereits beeindruckend.

Das Team des Hauses machte den drei Ausstellenden ein großes Geschenk. Ihre Werke öffentlich zu präsentieren, wertgeschätzt zu werden, jemand zu sein, über den/die berichtet wird – das war sichtlich ein beflügelndes Gefühl. Die Ausstellung musste aus Platzgründen leider wieder abgehängt werden, weitere Ausstellungstermine sind aber in Planung. Am Ball bleiben und sich informieren lohnt sich!

Hermann Heyen mit seiner Lieblingsskulptur, der nur ganz wenig lächelnden Madonna

Hermann Heyen mit seiner Lieblingsskulptur, der nur ganz wenig lächelnden Madonna

Ein Nachtbild von Monika Friedrichs

Ein Nachtbild von Monika Friedrichs

Herr Leicht zeigt seine Kurzkrimis

Herr Leicht zeigt seine Kurzkrimis

Ein Werk des Künstlers Karl-Heinz-Franck, der bereits vor der Vernissage verstorben ist

Ein Werk des Künstlers Karl-Heinz-Franck, der bereits vor der Vernissage verstorben ist

Begleitmusik zur Eröffnung

Begleitmusik zur Eröffnung

© Monika Friedrichs

© Monika Friedrichs

© Karl-Heinz Franck

© Karl-Heinz Franck

© Hermann Heyen

© Hermann Heyen

© Monika Friedrichs

© Monika Friedrichs

© Peter Leicht

© Peter Leicht

 

 

Zukunftsweisende Kooperation

Besuch in der Heimstätte am Grambker See: Eine achte Klasse der Oberschule Ohlenhof schnupperte bei uns in das Berufsfeld Pflege. Rund zwanzig Schüler und Schülerinnen ließen sich von der Qualitätsbeauftragten im Sozialwerk über Bedingungen und Möglichkeiten der verschiedenen Ausbildungsgänge in der Pflege aufklären. Ebenso erläutert wurden auch die anderen Bereiche, in denen das Sozialwerk Menschen hilft, einschließlich der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten. Als lebende Beispiele aus der Praxis bereicherten ein Auszubildender, eine Betreuungsfachkraft und unsere Praxisanleiterin den Vortrag.

Qualitätsbeauftragte Daniela gibt Einblicke ins Sozialwerk und ins Berufsfeld Pflege.

Qualitätsbeauftragte Daniela gibt Einblicke ins Sozialwerk und ins Berufsfeld Pflege.

Nach dem theoretischen Einstieg vertraten sich alle die Beine und ließen sich von Praxisanleiterin Irina durchs Haus führen. Unterwegs wurde viel gezeigt, gefragt, erklärt, man kam ins Gespräch mit weiteren Mitarbeitenden und Bewohnern und Bewohnerinnen.

Das Highlight am Ende des Vormittags war der Lifter. Irina und Felipe (Auszubildender) führten vor, wie es geht, und anschließend ließen sich die ersten Mutigen von Irina durch die Luft bugsieren. Die Aktion beeindruckte die jungen Leute sichtlich, und schließlich wollten alle einmal entweder durch die Luft schweben oder selbst am Steuerhebel sitzen.

Erstaunt schauen die Jugendlichen zu, wie Irina Felipe vom Bett zum Stuhl transferiert.

Erstaunt schauen die Jugendlichen zu, wie Irina Felipe vom Bett zum Stuhl transferiert.

Die erste Freiwillige traut sich.

Die erste Freiwillige traut sich.

Die Lehrerin Frau Karatepe war sehr zufrieden, dass ihre Idee, mit der Klasse das Sozialwerk zu besuchen, so gut umgesetzt werden konnte. Die Oberschule Ohlenhof hat einen Schwerpunkt Soziales, und daher möchte sie die Kooperation mit uns gern vertiefen.

Daher wurde direkt im Anschluss ein weiterer Besuch in den Werkstätten der ArBiS geplant. Auch dieser Besuch fand inzwischen statt und eröffnete den jungen Leuten ein weiteres Berufsfeld im Bereich Integration und Teilhabe.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir die eine oder den anderen aus der Klasse bald als Praktikantin oder Praktikanten wiedersähen, in der Pflege oder in der ArBiS.