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Tiergarten Ludwigslust: Begegnung von Mensch und Tier

Gemeinsame Ausflüge gehören zum abwechslungsreichen Alltag in unseren vier Tagespflegen. So besuchten die Gäste der Tagespflege Vegesack im Juli den Tiergarten Ludwigslust in Osterholz-Scharmbeck. Bei bestem Wetter erlebten sie einen Tag voller Begegnungen von Mensch und Tier auf Augenhöhe.

Die Tiere zu sehen, zu riechen und zu erleben, manche sogar zu füttern, weckte Begeisterung – und manche Erinnerung an frühere Zoobesuche. Schnell kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und erzählten von früher, von Reisen und anderen Zoos und von besonderen Erlebnissen. Eine Teilnehmerin brachte die Gruppe zum Lachen, als sie erzählte, wie einmal ein neugieriger Affe durch die Gitterstäbe nach ihrer Brille griff und sie kurzerhand stibitzte.

Andere erinnerten sich an Ausflüge, die sie als Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern unternommen hatten. Während sie durch den Tierpark spazierten, tauschten die Gäste Erinnerungen aus, teilten ihre Geschichten und schufen dadurch ein lebendiges Miteinander. Gerade diese Momente machen die Ausflüge in der Tagespflege so besonders. Sie bringen Abwechslung in den Alltag, fördern Gespräche und schaffen neue, gemeinsame Erlebnisse. Gleichzeitig regen sie das Gedächtnis an und laden dazu ein, persönliche Geschichten miteinander zu teilen und neue, wertvolle Erinnerungen zu schaffen.

„Weißt du was?“, brachte eine Teilnehmerin die Stimmung am Nachmittag auf den Punkt, – „Dieser Ausflug ist richtig schön.“

 

 

 

Wir helfen nicht nur Menschen 🦇

Seit 1. Juni haben wir eine neue Personalreferentin. Melanie Ebenhoch kümmert sich um das wichtigste Kapital des Sozialwerks: euch/uns, die Mitarbeitenden. Dafür bringt sie eine große Portion Empathie mit, die sich auch auf unsere Mitgeschöpfe erstreckt. Sie sieht, wo Hilfe nötig ist — und wo sie helfen kann.

An einem ihrer ersten Arbeitstage radelte sie wie bereits gewohnt frühmorgens durchs Blockland nach Grambke und fand dort vor dem Fahrradschuppen neben dem Bauernhaus eine sehr junge und flugunfähige Fledermaus. Das Jungtier rief, die Mutter antwortete auch. Melanie legte das Tier neben den Schuppen, damit es nicht überfahren wird.

Nach Rücksprache mit Jörg und kurzer Recherche im Internet sprach sie die beiden Gärtner Tobias und Marcin an und organisierte mit ihnen eine Pylone, so ein oranges Verkehrs-Hütchen. Sie stülpten eine saubere alte Socke drüber, setzten das Jungtier dort ab und die Pylone samt Fledermäuschen auf das Dach des Schuppens, in der Hoffnung, dass das Muttertier (hat die Aktion lautstark kommentiert) ihr Kind abholen würde.

Mittags hing das Tier noch an der Pylone. Besorgt rief Melanie die Fledermaus-Hilfe an und befolgte den Rat, mit den Kollegen zusammen das Tier wieder runter zu holen. Sie gaben ihm etwas zu trinken und setzten es in einen Karton im Schuppen – so war es sicher, denn für den Nachmittag war Regen angekündigt, und die Fledermäuse fliegen tagsüber ohnehin nicht. Marcin wohnt direkt nebenan und stellte abends kurz vor Sonnenuntergang die kleine Fledermaus wieder mitsamt Pylone auf das Schuppendach, damit es von seiner Mutter abgeholt werden kann. Fledermäuse fliegen ausschließlich nachts, und dann nimmt die Mutter das Kleine im Tandemflug mit, sagt die Fledermaushilfe.

Am nächsten Tag stiegen Marcin und Tobias aufs Schuppendach und schauten nach der kleinen Fledermaus — sie war fort, die Pylone war verlassen. Die beiden suchten noch das Dach ab, die Regenrinne und das umliegende Gebiet, aber die Fledermaus war nicht mehr da, und das Muttertier war auch nicht mehr zu hören. Sie wird ihr Kleines mitgenommen haben, es sieht sehr nach einem Happy End aus. Dank Melanies, Tobias‘ und Marcins Einsatz! Und wer weiß, vielleicht leben die beiden Fledermäuse in einem der Fledermaus-Kästen, die in der Nähe des Bauernhofs hängen, und haben die Suchaktion vom sicheren Ort aus beobachtet.

Tagesgäste spenden ans Tierheim

270 Euro und einiges an Sachspenden haben die Gäste und das Team der Tagespflege Oslebshausen für das Tierheim in Findorff gesammelt. Ende April kamen alle zusammen, Tagesgäste und Team besuchten das Tierheim, überreichten ihre Spende und ließen sich von den Mitarbeitenden im Tierheim herumführen und alles zeigen — vor allem die Tiere. Sie haben die Spenden nötig, dem Tierheim fehlt es quasi immer an allem.

Zum wiederholten Mal spendeten Gäste einer unserer Tagespflege-Einrichtungen im Sozialwerk an das Tierheim. Vielleicht öffnet die eigene Hilfsbedürftigkeit die Augen für die Nöte derer, die noch mehr Hilfe brauchen. Verlassene, ausgesetzte, abgeschobene Haustiere werden im Tierheim versorgt, bis sie bei neuen Herrchen und Frauchen ein Zuhause finden. Die Freude über die Spende war daher auf beiden Seiten groß, bei den Gästen und bei den Beschenkten, denn beide tun Gutes.